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Zeitaufwand
Haeckse
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Beitrag: #1
Zeitaufwand

Hallo Zusammen

Ich bin mich sehr intiensiv am Vorbereiten für die geplante Haltung von Dendrobaten azureus (Bücher, Internet usw.). Ich werde auch am Wochenende eine Züchterin persönlich besuchen und hoffe so etwas mehr zu erfahren.

Was ich aber trotz Suchfunktion, Internetrecheren und Buchkonsum nicht wirklich gefunden habe, ist die tägliche Pflege der Frösche bzw. des Terri's.

Klar ist mir, dass naütrlich die LF (Tags, Nachts, Trockenzeiten usw.) stimmen muss, Fütterung (gut genährte Futtertiere mit Vit.Pulver usw.) und auch die Tempi kontrolliert wird.

Was mir nicht so klar ist, wie wird das Terri als solches gepflegt? Wann muss *ausgemistet* werden? In welchem Intervall wird der Bodenbelag ausgetauscht? Wie reinige ich die Düsen und die Wasserläufe?

Kurz gesagt, wie viel Zeit investiert ihr täglich in Eure Terri's? Klar, das ist naütrlich Grössenabhängig aber ich würde mich sehr freuen das Eine oder Andere mehr darüber zu erfahren.

Lg
Haeckse


Wenn die Leute Häuser so bauen würden, wie wir Programme schreiben, würde der erstbeste Specht unsere Zivilisation zerhacken.
30.07.2010 09:10
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Dendo
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Beitrag: #2
RE: Zeitaufwand

Hi!

Denke der Pflegeaufwand ist eher gering! Zumindest bisher, habe das Becken noch nicht so arg lange stehen!
Mehr Zeit verrinnt in der FuttertierzuchtBig Grin

LG
Jürgen


Niveau ist keine Handcreme!
30.07.2010 10:06
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Susi
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Beitrag: #3
RE: Zeitaufwand

Hey Haeckse,

finde ich gut, das auch mal so “nebensächliche” Fragen kommen.
Der Zeitaufwand könnte nämlich so manchmal der Grund sein, warum einige nach kürzester Zeit das Hobby wieder aufgeben. Kommt natürich auch immer auf die Anzahl der Terrarien an.

Kurz meine Ansicht dazu:
Neu eingerichtete Terrarien benötigen den meisten Zeitaufwand.
Hier sollte man besser mehrmals täglich kontrollieren, ob Luftfeuchigkeit, Temperatur stimmen - mehrmaliges Sprühen beschleunigt den Pflanzenwuchs. Eingefahrene, gut bewachsene Terrarien bilden ihr eigenes Klima, die Luftfeuchigkeit hält sich besser, nach einiger Zeit hat man auch besseren Überblick über Temperaturen. Frösche beobachten kostet natürlich auch Zeit :-)

“Ausmisten” ist relativ. Zu schnell wachsende Rankpflanzen (Tradeskantia o.ä.) müssen zu oft gestutzt werden - ist jedesmal ein Eingriff, der störend für die Tiere ist. Die typischen Terrarien-Rankpflanzen wie Eichenlaub- oder Panama-ficus, Marcgravia oder andere wachsen langsamer und sind besser geeignet.
Wer ausschließlich Laub für den Bodengrund nimmt (damit kann ich mich allerdings überhaupt nicht anfreunden), sollte dieses nach einigen Wochen bzw. Monaten austauschen - spätestens dann, wenn es sich größtenteils zersetzt hat.

Verwelkte und verfaulte Pflanzenteile sollten auch entfernt werden, manchmal sorgen dafür auch verbliebene Asseln und Springschwänze.

Scheiben sollten auch alle paar Wochen gereinigt werden - vor allem Deckenscheiben wg. eventuellen Kalkflecken.

Düsen werden gereinigt, wenn es notwendig ist. Bei Wasserläufen habe ich keine Erfahrung.

Persönlich habe ich den meisten Aufwand beim Füttern. Ich füttere so ziemlich täglich - und so vielfältig wie möglich. Das heisst, einmal gibt es einen Schwung Drosos, mal wieder SS, mal wieder Erbsenblattläuse oder Läuse von draussen - wenn das Wetter es erlaubt, wird gekeschert und ansonsten Asseln und Wanzen zwischendurch - Jungfrösche kriegen am meisten, bei den ausgewachsenen Tieren wird - je nach Format :-) und Ruhephase oder Fortpflanzungsperiode differenziert.

Futtertierzuchten kosten mich ca. 2 - 3 Stunden in der Woche.

LG

Susi

30.07.2010 10:09
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Haeckse
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Beitrag: #4
RE: Zeitaufwand

Hi Dendo

Was ist denn mit dem Kot der Tiere? Ich habe gelesen dass einige Futtertiere diesen "verwerten" aber ich denke man muss trotzdem ab und zu was reinigen (Scheiben und Wasserteil sind klar)?

Das Züchten der Futtertiere ist noch ein grosses Thema bei mir zu Hause. Mein Mann ist nicht sonderlich begeistert davon, mal sehen ob ich als Kompromiss jemanden in der Nähe bei mir finde bei welchem ich "das Futter" beziehen kann :-)

LG
Haeckse


Wenn die Leute Häuser so bauen würden, wie wir Programme schreiben, würde der erstbeste Specht unsere Zivilisation zerhacken.
30.07.2010 10:17
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Dendo
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Beitrag: #5
RE: Zeitaufwand

Hi!

Also Kot find ich ab und an mal auf nem Bromelienblatt oder so aber den sprüh ich dann von Hand runter!
Hab einiges an Asseln und SS im Terra die sich im Laub aufhalten, inwieweit die das abbauen kann ich nicht sagen habs zumindest noch nicht beobachten können. Aber so wirkliche "Haufen" die man absammeln müsste/könnte gibts da ja nicht wirklich.

Also SS und die Asseln machen im prinzip wirklich Null Probleme die solltest deinem Mann näher bringen können! Die Drosos "duften" dann doch nen bissel daher steht das ganze Zeugs bei mir im Keller weit entfernt von meiner Frau:-D

LG
Jürgen


Niveau ist keine Handcreme!
30.07.2010 11:48
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Haeckse
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Beitrag: #6
RE: Zeitaufwand

Danke schön Dendo und Susi!

Das hört sich so an, alsob meine Katzen erheblich aufwändiger in der Pflege wären als ein Terri .... sind halt auch sehr verwöhnte Tiere Big Grin

Ich stehe im Moment noch in Kontakt mit jemandem die ihre drei D. Azureus inkl. Terri abgeben möchte (Tiere sind 2 Jahre alt, Terri mit Trocken- und Nasszone, b80xh50xt40). Ich hab jetzt aber schon einige Male gelesen, dass eine Tiefe von 40 eindeutig zuwenig ist.

Von einem Händler habe ich das Angebot für ein Regenwald Terrarium, 50x50x60 cm, inkl. Beregnungsanlage und
*Osram DULUX-L, 36 Watt Beleuchtung im integrierten Lichtkasten
* Außen-und Lichtkastenverkleidung mit Kunststoffplatten schwarz
* individuell modellierter Berg mit kleinen Bachläufen
* fest eingebautes Wasserteil und nicht sichtbares Wasserreservoir für Pumpe und Aquarienheizstab
* Restwände mit Xaxim-Platten ausgekleidet
* fest eingearbeitetes Mangrovenholz
* epiphytische Bepflanzung mit Bromelien, Farnen und Moosen
* Silikondichtnaht zwischen den Schiebetüren

Das Ganze für 1200.- (CHF).

Würde dies für 1.1 Azureus reichen?

LG
Haeckse

PS: An einen Eigenbau getraue ich mich nicht...


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30.07.2010 12:08
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Sgail
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Beitrag: #7
RE: Zeitaufwand

Hi Haeckse,

also ich kann dir nur zu dem tieferen Becken raten. Die Tiere werden es dir danken. Sie haben bei 60 cm Tiefe (abzüglich der Rückwandgestaltung) einfach mehr Rückzugsmöglichkeit. Dadurch fühlen sie sich sicherer und werden deutlich aktiver.
Allerdings würde ich auf Bachläufe verzichten, ich habe am Anfang auch den Fehler gemacht und habe in meinen 60x60x55 Becken die Bachläufe heute aus. Auch wenn meine Azureus das Wasser lieben - auf Dauer hast du unerwünschte Feuchtflächen bzw. das Ganze wird zu nass. Lass die Grunfläche weitgehend eben, mit einigen kleinen Modelationen und gestalt mit Wurzeln usw. detailiert aus. Das ist deutlich besser.

Was den Preis angeht Becken für 1200,- CHF ( umgerechnet etwa 888€ wenn ich nicht irre) ist das schon ganz schön happig. Es sei denn 1,1 D.t. Azureus wären da schon dabei Smile

z.B. bei E.N.T. gibts sowas hier
Vielleicht kann dir das als "Verhandlungsgrundlage" dienen. Ich weiß auch das E.N.T. z.B. in St. Pölten (Österreich) auf der Börse ist vielleicht kannst Du da mal anfragen ob die auch bei euch was machen.


Gruß Hayo
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Die Vorbedingung für alles wirkliche Wissen ist ein präzises
Unterscheidungsvermögen für die Grenze zwischen dem,
was man wirklich weiß, und dem, was man bloß meint.
[Konfuzius]

30.07.2010 12:41
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dapb
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Beitrag: #8
RE: Zeitaufwand

Auch bedenken solltest du die Xaxim-wände. Da können nämlich Planarien rauskommen. Die sind erstens häßlich und zweites sehr sehr hartnäckig.

Hast du schon darüber nachgedacht, das Terrarium einfach selbst zu gestalten? Informationen dazu gibt es mehr als genug. Da kommst du nämlich wesentlich günstiger weg. Ich habe bis jetzt 300€ ausgegeben und besitze ein Terri in 80x50x70, eine Beregnungsanlage, ein Steuergerät, die Rückwände und den Boden. Mir fehlen jetzt nurnoch Licht und Pflanzen. Eingeplant habe ich etwa 400€ und das bei einem Terrarium, das fast doppelt so groß ist, wie das von deinem Händler.

30.07.2010 13:00
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Haeckse
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Beitrag: #9
RE: Zeitaufwand

Danke Euch!

Ich denke auch, dass ich mich für das Grössere entscheiden werde. Es ist übrigens ein ENT-Terri, aber wie alles ist auch das massiv teurer bei uns als in Deutschland Sad

Selber bauen wäre schon schön, aber leider habe ich so überhaupt keine Ahnung davon. Besonders bei der Instalation der Beleuchtung, Vernebler, Beregnungsanlage, Tempi und LF-Messgeräte usw. habe ich grosse Bedenken.

Es hat nicht zufällig ein Schweizer aus dem Raum Zürich/Aargau hier der Freude daran hat mit einem Anfänger zusammen ein Terri zu basteln? Big Grin

LG
Sandra


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30.07.2010 13:11
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revolution
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Beitrag: #10
RE: Zeitaufwand

hallo
ich bin aus der schweiz.komme aus solothurn.
wehn du möchtest kannst du auch bei mir vorbei schauen.
könnte dir noch paar tipps geben.
obwohl ich auch noch nicht lange frösche halte.
freundliche grüsse

30.07.2010 13:16
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