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Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.
Botca
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Beitrag: #1
Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Hallo!

Mir ist vor einigen Monaten das Jüngere von 2 Weibchen an einer Wurmerkrankung verstorben.
Ich habe nun 2:1 Dendrobates Tinctorius 'Nominat' in einem Terrarium mit 209x50x80cm hüpfen und möchte die Gruppe wieder vergrößern.

Ist es möglich, die Gruppe um 2-3 Tiere selber Art zu vergrößern und welche Risiken bestehen dabei?



Außerdem möchte ich euch fragen, wie eure Erfahrungen mit dem Zwerggecko L. Williamsi in Verbindung mit D. Tinctorius sind.
Hier im Forum wird oft beschrieben, dass der Gecko (und auch andere) von Dendrobaten als Fressfeind erkannt wird. Dies führt dann zu Stress bei den Tieren und Ausfällen an Jungtieren.
Treten diese Probleme auch bei den Verhältnissmäßig großen D. Tinctorius auf?


Ich hoffe ihr könnt mir mit diesen beiden Fragen helfen.

mfg. Daniel

13.12.2011 18:43
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knabber0815
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Beitrag: #2
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Hi Daniel,
das wird dir keiner seriös beantworten können, kann sein das es gut geht, kann sein das sich die Tiere nach einer Veränderung der Gruppe alle die Köppe einschlagen, trotz der grosszügigen Terrariengrösse - dies bezogen auf ein zusätzliches tinciweib. Meine Erfahrung, wenn auch in kleineren Terrarien, war meist, das 1.1 die problemloseste Haltung auf Dauer darstellt.

Sofern die klimatischen Bedingungen, die Einrichtung und die Beleuchtung beiden Tierarten gerecht wird, spricht zumindest in meinen Augen nichts gegen die Gesellschaft eines Lygodactyluspaares.

Grüsse
Dirk


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13.12.2011 19:21
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Rindviech
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Beitrag: #3
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

knabber0815 schrieb:
Sofern die klimatischen Bedingungen, die Einrichtung und die Beleuchtung beiden Tierarten gerecht wird, spricht zumindest in meinen Augen nichts gegen die Gesellschaft eines Lygodactyluspaares

In meinen Augen schon - Nämlich wir haben Afrikaner und Südamerikaner und da können wir durchaus davon ausgehen, dass wir es mit anderen Mikroorganismen zu tun haben, die auf den Tieren leben.

Wir erinnern uns - die europäischen Eroberer haben einen Grossteil der indigenen Bevölkerung Südamerikas durch das mitbringen einer Lebensform namens Masernvirus ausgerottet.

Ach ja natürlich sind nicht alle Indios gestorben wie natürlich auch nicht alle Frösche/Geckos sterben werden. Gibt immer welche die resistent sind.

Zitat:
Da sie in großer Zahl für den Tierhandel gefangen und exportiert wurden, könnte ihr Bestand heute gefährdet sein.

Quelle: http://www.zoodirektoren.de/staticsite/s...opmenu=163
[/quote]


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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2011 02:45 von Rindviech.

14.12.2011 02:44
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knabber0815
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Beitrag: #4
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Rindviech schrieb:
In meinen Augen schon - Nämlich wir haben Afrikaner und Südamerikaner und da können wir durchaus davon ausgehen, dass wir es mit anderen Mikroorganismen zu tun haben, die auf den Tieren leben.


Ja richtig, mit dem selben Risiko das wir haben wenn wir ein blutsfremdes Pärchen aus 2 verschiedenen Quellen zusammenstellen. Mit dem selben Risiko was wir haben wenn wir Pflanzableger tauschen, selbst wenn wir Pflanzableger aus der eigenen Anlage von Terrarium A in Terrarium B überführen.
Ich möchte das sicher nicht runterspielen, sobald wir Tiere zusammenführen besteht für alle Insassen zuächst ein hohes Risiko, das Imunsystem wird überlastet - aber das Problem ist nicht alleine auf Tiere aus 2 Kontinenten zu begrenzen, auch aus Tiere aus 2 verschiedenen Terrarien. Dennoch lassen wir unsere Tiere dann nicht alleine sitzen. Selbst eine Quarantäne wird das Problem der zusammenführung nicht lösen.

L. lugubris wird seit Jahrzehnten mit Dendrobaten vergesellschaftet (ich weiss auch hiergegen bist du) diese Tiere sind zwar Kosmopoliten, stammen aber im Ursprung aus Asien und nicht aus SA oder MA

BTW: von den Lygodactylus werden derweil NZ nicht selten angeboten.

schöne Grüsse
Dirk


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14.12.2011 08:08
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Dendo
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Beitrag: #5
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Moin,

halte seit gut einem Jahr die L. williamsi zusammen mit nem Paar Leucos. Die NZ sitzen bei den Jungfröschen, soll heissen das keiner dem anderen nen Ei klaut.Shy Bisher läufts problemlos, was nach "nur" einem Jahr natürlich nichts heissen muss (greife dem vorweg weil gut gehaltene Frösche ja >15 werden könnenWink )

Habe aber immer ein freies Becken falls sich die Situation ändern sollte!

Gruß
Jürgen


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14.12.2011 09:48
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Rindviech
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Beitrag: #6
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Knabber - solange wir da keine verlässlichen statistischen Daten - und die werden wir nicht bekommen haben - ist da vieles Spekulation.
Jedoch sollte uns grade mal das Beispiel Chytrid zeigen was eben passiert, glaubt man der X. laevis - Theorie, dass es eben dramatischer verläuft, wenn man Microorganismen von einem Kontinent in einem anderen ausbringt. Stimmt die Theorie - ist ein wesentlicher Aspekt am Froschsterben eben dass ein afrikanischer Pilz in Europa durch Tierhaltung (wir erinnern uns - X. laevis hiess lange Zeit Schwangerschaftstest, Apothekerfrosch) in die Umwelt ausgebracht wurde. Das Risiko ist sicherlich geringer wenn es sich um Tiere eines Kontinentes handelt, geringer wenn es sich um Pflanzen handelt und sicherlich auch höher wenn es sich um Riedfrösche handeln würde. Dass wir uns aber durch den interkontinentalen Austausch von Arten - früher oder später ne komplett neue Seuche holen werden steht für mich ausserhalb jeglicher Frage, wozu das führt, wenn das Immunsystem der Tiere mit einem Erreger ganz und gar nix anfangen kann und dann noch Immunschwächungen dazu kommen sehen wir am Fall von Chytrid.

Nehmen wir die allseits beliebten Stummelschwanzchamaeleons - in Henkel/Schmidt steht dass man diese bedenkenlos mit PGF zusammen halten kann und dass dies der Vergesellschaftung mit Dendrobaten vorzuziehen sei. Ich habe mich vor einigen Jahren mal mit einem Züchter dieser Tiere unterhalten, der mir sagte, dass alle Tiere die er in einem Terrarium mit kleinen Lüftungsflächen gehalten hat früher oder später augenentzündungen bekommen haben und nicht sehr lange am Leben zu halten waren. Bei Tieren in Gazeterrarien traten diese Probleme überhaupt nicht auf - dafür haben die Tiere ein höheres Alter erreicht als in der Literatur angegeben (er hatte irgendwas um die 15 individuen aus einer Lieferung zur Verfügung, um auf diese Aussage zu kommen).
Wer irrt jetzt?????????????????

Bei den L. lugubris hab ich gemerkt dass vieles in der Literatur nicht stimmt und dass die Probleme, die ich hatte allein mit der hohen Luftfeuchtigkeit und vermutlich schlechten Durchlüftung und der Ernährung mit "Froschabfällen" zu tun hatten.

@Dendro: ich habe mich mit williamsi nicht beschäftigt - aber ich glaube eher dass die Geckos Lungenprobleme bekommen werden als dass mit den Fröschen was passiert. Ich sag dir auch warum:

"Lygodactylus williamsi lebt in Tansania und kommt endemisch im Naturreservat des Kimboza-Forest in einer Höhe von 350 Meter über Meer vor. Die Art bevorzugt ein halbfeuchtes bis trockenes Klima mit Tagestemperaturen von 25–32 Grad Celsius und Nachttemperaturen von 18–22 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 50-65 % tagsüber und 65–80 % nachts. Die Tiere sind Palmbewohner und leben ausschließlich auf Schraubenbäumen (Pandanus). Lygodactylus williamsi ist besonders sonnenhungrig."
Ich halte einen Organismus, der lt. Quelle ein halbfeuchtes bis trockenes Klima bevorzugt, mit Tieren, die ein feuchtes Klima bevorzugen also eine andere Nische besetzen (selbst wenn sie vom gleichen Kontinent kommen würden) dazu sind die Geckos noch heliophil im Gegensatz zu unseren Fröschen, die eher seltener in der prallen Sonne sitzen.

Unterhält man sich mit Tierärzten, dann wird ein erheblicher Anteil von Erkrankungen - ich meine ich las mal was von 70-80% auf fehlerhafte Haltung der Tiere zurück geführt. Wenn man sich weiter unterhält, dann wird nur ein kleiner Teil der in Terrarien erkrankten Tiere überhaupt bei einem Tierarzt vorstellig - der grösste Teil verendet vermutlich nach Fehlbehandlungen - wozu solche Erkenntnisse führen sehen wir glaube ich gerade in Österreich, wo die Wildtierhaltung eingeschränkt wird.


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14.12.2011 18:15
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knabber0815
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Beitrag: #7
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Botca schrieb:
....in einem Terrarium mit 209x50x80cm ....


knabber0815 schrieb:
....Sofern die klimatischen Bedingungen, die Einrichtung und die Beleuchtung beiden Tierarten gerecht wird....


Hallo Klaus,
vieles kann ich nachvollziehen, das ein oder andere halte ich für übertrieben - bei dem Thema werden wir immer aneinanderstossen (vielleicht wenn mir meine Laxheit Probleme einhandelt nicht mehr).
Es ist immer russisches Roulette wenn wir Tiere aus einem anderen Bestand in unseren überführen - in meinen Augen spielt es keine Rolle wo das Ursprungsland der erstgehaltenen Generation ist. Bleiben wir von mir aus Hypothetisch bei WF - Ob ich jetzt Tiere von einer karibischen Insel wie Colon in einen Raum packe mit Tieren aus Brasilien, oder ob ich jetzt Tiere von Golfito mit Madegassen in einem Raum halte - es werden wohl immer andere Keimstämme vorhanden sein und ggfs. andere Parasiten.

Zum Thema Haltungsbedingungen lies dir die oben zitierten Passagen durch und unter beherzigung meiner erwähnten Einschränkung sehe ich kein Problem. Ich behaupte in einem 2m Terrarium bei vertretbarer Tiefe und vernünftiger Höhe von 80cm, lässt sich ein recht breites Spektrum an Klimaverläufen simulieren. Das dies sicher in einem 50er Würfel mit einem dünnen Streifen Lochblech als Lüftung und einer 5W LED Lampe nicht zu realisieren ist steht nicht zur Debatte und ich sehe in meiner Antwort bei weitem auch kein pauschales JA.

Wenn Tiere falsch gehalten werden, werden sie leiden bzw. eingehen - ob sie falsch gehalten werden in einem Artbecken oder falsch gehalten werden in einem Gesellschaftbecken, macht keinen Unterschied.

schöne Grüsse
Dirk


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14.12.2011 19:01
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Botca
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Beitrag: #8
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Hallo!
Danke für die Antworten.

L.Williamsi hatten sich angeboten, da es hier im Forum schon erfahrungen mit diesen Tieren in Verbindung mit Dendrobaten gibt.

Es gibt eine Reihe anderer (regenwaldbewohnender) Geckos, die mit den klimatischen Umfeld von D. Tinctorius gut zurrecht kommen.
Leider sind mir aber keine Erfahrungsberichte zu anderen, insbesondere südamerikanischen, Arten untergekommen.

Von den Jungferngeckos möchte ich Abstand nehmen, da mir tagaktive und farbenfrohe Tiere lieber wären.
Die im Forum auch oft beschriebenen Phelsumen sind ja eher bei ihrern Größen eher gefährlich für Dendrobaten.

Habt ihr auch Vorschläge zur Gruppenvergrößerung der Tinctorius?

mfg. Daniel

14.12.2011 21:38
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Dendo
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Beitrag: #9
RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Hallo!

Die Passage wo und wie die Tiere Leben kenn ich und hab mir auch Gedanken darüber gemacht! Also kein Schnellkauf oder "Fach"beratung in irgend einem Zooladen. Ob und wann Lungenprobleme auftreten werden kann ich nach diesem Zeitraum leider noch nicht beurteilen. Die Kleinen sind selten bis garnicht in Bodennähe zu finden, im Gegenteil halten sie sich zu 85% im oberen drittel des Beckens auf. Zwischendruch sitzen sie sehr gerne auf einem Bromelienblatt direkt unter der SR wo Temperaturen um 30° herrschen, denke mal sie "tanken" sich auf. Von daher wird die halbfeuchte Haltung sicherlich richtig sein und deckt sich mit meinen Beobachtungen! Die NZ die ich bisher aus dem Becken separieren musste, ohja die Männer werden ziemlich fies untereinander, sitzen in einem Becken ohne automatische Beregnung. Daher dürfte die LF in diesem Becken um einiges niedriger liegen. Verhaltensunterschiede/Gesundheitliche Unterschiede konnte ich bisher nicht erkennen. Was ich den Tieren auf jedenfall bieten wollen würde wäre eine geeignete Höhe und Hotspots, wobei ein vorher installierter Halogenspot nicht angenommen wurde im Vergleich zur SR!

Ich behaupte den Tieren gehts gut. Das viele Faktoren ineinander Spielen und es auch hier keinen Kardinalsweg gibt steht, denke ich, ausser Frage!

Gruß
Jürgen


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15.12.2011 09:50
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Stifler262
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RE: Vergrößerung der Gruppe möglich? Vergesellschaftung L. Williamsi.

Hallo zusammen

Ich halte auch L. Williamsi, jedoch nicht zusammen mit Dendrobaten. Meiner Meinung liegen die klimatischen Anforderungen der Tiere zu weit auseinander.

Besser geeignet für solche Vergesellschaftungen wären KLEINE Phelsumen. Ich habe in einem Becken Phelsuma Klemmeri mit Azureus vergesellschaftet. Dies klappt seid mehreren Jahren ohne Probleme. Eine ständige Beobachtung halte ich dennoch als notwendig.

Gruss


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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.12.2011 13:11 von Stifler262.

15.12.2011 13:10
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