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Milchkrautwanzen
Ralvieh
Stammtischorga
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Beiträge: 106
Gruppe: Stammtischorga
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Beitrag: #11
RE: Milchkrautwanzen

Hi
Eigentlich genau wie Flemming, nur in einem geschlossenen Behälter. Zur Belüftung ist natürlich Gaze im Deckel und an der Seite und zur Eiablage gebe ich Wattebausche rein. Klappt eigentlich recht gut, Futter gibts nur in Form von geschälten Sonnenblumenkernen und eine "Vogeltränke" (kleiner Vorratsbehälter für Vogelkäfige) nutzen sie zum trinken. Natürlich muß die Tränke mit Fließ oder ähnlichem "verschlossen" werden, sonst würden die Tiere darin ertrinken.
Gruß
Ralf

18.09.2007 17:17
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HolgerFriedrich
Unregistered


Beitrag: #12
RE: Milchkrautwanzen

Hallo Ihr Lieben,

hier nun meine ersten Erfahrungen zum Thema Nachzucht und Verfütterung von Milchkrautwanzen:
Ich bin bisher begeistert!!! Tolle Vermehrungsrate (ein Weibchen kann wohl bis zu 2.000 Eier in ihrem Leben legen) - immer wieder neue Eipakete und winzige Jungtiere, die sich prima entwickeln. Es klappt sehr gut mit der Watte, in welche die Eier abgelegt werden.
Heute habe ich erstmalig die 3 Ansätze, die ich vom Flemming (http://www.springhalen.dk) erhielt und bisher zusammen in einer großen "Fürst-Plast-Dose" gehalten habe, geteilt. Es waren etliche Tiere und damit kein Vergleich zum Anfangsbestand.
Das Teilen bereitet allerdings etwas Aufwand, da die Winzlinge nicht immer einfach von den Utensilien (Watte, Eierkartons, Weizenkeimen usw.) getrennt werden können. Am besten klappt es mit einem kleinen Pinsel. Aber Vorsicht: die Wanzen klettern sehr schnell an glatten Wänden hoch.
Übrigens ernähre ich sie neben den Weizenkeimlingen (ganze Weizenkörner 12 - 24 Stunden wässern und dann auf feuchten Küchentüchern kultivieren) mit geschälten Sonnenblumen- und Kürbiskernen. Des Weiteren sind noch geschälte Erdnüsse als Futter geeignet.
Wasser muss ebenfalls zur Verfügung gestellt werden (z. B. kleine Transportdose mit Wasser füllen, Loch in den Deckel und Watte oder Ähnliches durchstecken - verhindert ein Ertrinken). Auch frisches Gras und Blätter werden genommen.
Heute habe ich auch zum ersten Mal an die Frösche verfüttert. Die Azureus waren so wild wie noch nie auf Futtertiere und saßen nur noch vor der Schale. Einem Imitator hat eine kleine Wanze nicht so geschmeckt; er spuckte sie wieder aus.
Bei den anderen Fröschen fehlt mir noch die Erfahrung, weil ich zurzeit noch nicht so viele Milchkrautwanzen verfüttern wollte. Sie sollen sich noch etwas vermehren, denn auch im Bekanntenkreis gab es schon etliche Nachfragen nach diesen neuen Futtertieren.
Derzeit ist wegen der kühleren Temperaturen ein Versand nur schlecht möglich - so schrieb es der Flemming bereits einem Freund.

So, dies in Kürze von diesen tollen Futtertieren.

Beste Sauerländer Grüße

Holger

P.S.: Noch ein Hinweis: nur die ersten 4 Stadien sollten verfüttert werden, weil diese noch süßlich schmecken sollen. Probiert hat sie nur der Flemming selbst! Schaut Euch doch demnächst mal den von "Ralvieh" erwähnten Bericht in der "Amphibia" an.

18.09.2007 21:40
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Ralvieh
Stammtischorga
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Beiträge: 106
Gruppe: Stammtischorga
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Beitrag: #13
RE: Milchkrautwanzen

Hi
Einanderer Bekannter versucht im Moment die Wanzen im eingerichteten Terrarium zu vermehren, soll bislang recht gut gehen.
Gruß
Ralf

18.09.2007 22:31
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HolgerFriedrich
Unregistered


Beitrag: #14
RE: Milchkrautwanzen

Hallo Ralf,

bitte beschreibe doch bitte mal den von Dir erwähnten Haltungshinweis "im eingerichteten Terrarium" bei einem Bekannten genauer.
Wie darf ich das verstehen? Sind dort auch Frösche drin oder wird das Terrarium nur für die Zucht der Milchkrautwanzen genutzt?
Wie groß ist das Becken und wie ist es eingerichtet? Wird zusätzlich beheizt und beleuchtet? Welche Pflanzen befinden sich in dem Becken?

Noch eine Beobachtung/ein Hinweis:
die von mir zur Verfütterung in das Becken eingesetzten Wanzen begannen ziemlich schnell auch an den Blättern der Terrarienpflanzen zu saugen - natürlich nur die kurze Zeit über, in der sie von den Fröschen noch nicht gesichtet wurden!
Adulte und Wanzen ab dem 5. Stadium nicht mehr verfüttern, weil sie "bitter" schmecken! Die Frösche dürften nämlich ansonsten zukünftig keinerlei Interesse an diesen Futtertieren zeigen.

Froschige Grüße

Holger

19.09.2007 10:05
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ctenopoma
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Bewertung: 0
Beitrag: #15
RE: Milchkrautwanzen

Hallo!

Eine Frage an die Wanzenhalter:

Ich bekomme demnächst auch einen oder zwei Zuchtansätze und habe mir folgendes Aufzuchtbecken vorbreitet:
40 er Würfel in meiner Anlage, das Becken würde dann auch entsprechend beleuchtet und erwärmt (ca. 25-30°C).
Boden- und Rückwand abgedunkelt.
In dieses Becken kommt eine Trennwand rein, oder aber eine kleinere Box, das weiß ich noch nicht genau, in dem der Weizen gekemt wird.
Jetzt die Frage, was habt ihr ausser Watte und Vogeltränke noch in euren Aufzuchtboxen drin? Und welche Temperaturen habt ihr so bei den Wanzen?

Gruß + Danke!

Ctenopoma

19.09.2007 10:48
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HolgerFriedrich
Unregistered


Beitrag: #16
RE: Milchkrautwanzen

Hallo "Ctenopoma",

ich kann Dir nur empfehlen ein möglichst leichtes Gefäß aus Kunststoff zu verwenden, welches sich auch noch gut reinigen lässt.
Spätestens nach 1 Monat musst Du nämlich mal die vielen Tiere umsetzen und vor allen Dingen eine Reinigung des Behältnisses vornehmen (Kot- und Futterreste).
Ich habe dies bereits nach gut 2 Wochen gemacht.
Bei den von mir verwendeten "Fürst-Plast-Dosen" gelingt das recht einfach.

Zu den anderen Gegenständen, die sich im Aufzuchtbehälter befinden sollten, nochmals in Kürze: Eierkartons, Klorolleninnenteile und evtl. noch weitere Klettermöglichkeiten wie Äste oder dergleichen.
Es sollte alles immer einfach verfüg- und entsorgbar sein.
Temperaturen: es hängt davon ab, wie schnell sich die Milchkrautwanzen vermehren sollen.
Normalerweise reicht Zimmertemperatur aus (die ist ja ohnehin leicht höher, wenn die Zuchtbehälter in der Nähe der Froschbecken stehen - bei mir so um die 21 - 23 °C).
Bei 30 °C geht die gesamte Entwicklung am schnellsten und dauert wohl so um die 5 Wochen.
Beleuchtung: ist erforderlich! Alleine schon um den gekeimten Weizen weiter wachsen zu lassen. Von den "Fürst-Plast-Dosen" können mehrere nebeneinander gestellt und mit einer einzigen T5-Röhre ausreichend beleuchtet werden.

Beste Grüße

Holger

19.09.2007 11:57
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Ralvieh
Stammtischorga
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Beiträge: 106
Gruppe: Stammtischorga
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Beitrag: #17
RE: Milchkrautwanzen

Nur noch ein kleiner Tip, die entwichenen Tiere (und es werden welche entweichen) richten keinen Schaden an und sterben nach ein paar Tagen.
Gruß
Ralf

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.09.2007 18:18 von Ralvieh.

19.09.2007 18:14
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LuigiU
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Beitrag: #18
RE: Milchkrautwanzen

Hallo, das hört sich nach einer sehr interessanten Erweiterung für den Froschspeiseplan. Mich würde jetzt aber noch interessieren, wie ihr die zu verfütternden Nymphen von den anderen trennt. Stelle mir das ja doch recht kompliziert vor?!

Daniel

20.09.2007 10:49
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HolgerFriedrich
Unregistered


Beitrag: #19
RE: Milchkrautwanzen

Hallo Daniel,

die Trennung habe ich weiter oben in einem Beitrag beschrieben:
kleiner Pinsel reicht hier aus, um die Wanzen in den einzelnen Stadien trennen zu können.
Du musst eben nur darauf achten, dass Du nur Tiere bis zum Stadium 4 zum Verfüttern nimmst. Den Unterschied wirst Du auf Anhieb entdecken: ab Stadium 5 sind die Nymphen bereits deutlicher gefärbt (Schwarzanteil) und die zukünftigen Flügel sind schon bestens im Ansatz zu sehen.
Die größeren Tiere sind recht einfach zu entfernen.

Viele Grüße

Holger

20.09.2007 11:29
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Rindviech
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Beitrag: #20
RE: Milchkrautwanzen

Ich hab mir das so vorgestellt, ich habe nicht nur einen behälter sondern mehrere und wöchentlich wird die Watte entnommen und in einen frischen Behälter zum Schlupf gelegt, damit sollte man eigentlich immer frische nymphen zur Verfügung haben. Ob es so funzt weiss ich in ein paar Monaten.


http://www.frogtalk.de
Gespräche über Pfeilgiftfrösche
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Ich weiss nix!
20.09.2007 14:17
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