HALLO DANIEL,
Eine Kotprobe oder andere Untersuchungen sind m.E. ohne Grund nicht zwingend nötig, eine Quarantäne schon. Diese dient nicht nur der Isolation, möglicherweise kranker Frösche, sondern hilft auch dem Frosch sich an die neuen Umweltbedingungen anzupassen. Neben Veränderungen im Tagesrhythmus (Beleuchtungszeit und -intensität), und der Wasserqualität, muss sich der Frosch auch an neue Luftbedingungen gewöhnen. Überall (Luft, Wasser, Terrarium) sind Mikroben unterwegs. In einem einfach eingerichteten Quaratäneterrarium lassen sich die Mikroben durch regelmäßiges Durchspülen, Reinigen und Wechsel der Einrichtung reduzieren. Dies erleichtert dem Frosch die Anpassung in jedem Fall.
Sollten krankhafte Veränderungen auftreten, kannst Du diese besser erkennen, als im vollständig bepflanzten Terrarium und dann auch Untersuchungen starten.
Für die Erstanschaffung von Fröschen sind diese Hinweise nicht ganz so kritisch zu betrachten. Du gefährdest mit den Neuzugängen keinen vorhanden Bestand. Dein Risiko liegt bei den gekauften Tieren und der Terrariumeinrichtung, die im Zweifel weg muss.
Auch beim Züchter oder guten Bekannten gekaufte Tiere können Krankheitskeime (Parasiten und auch Chytrid) in sich tragen. Das wirst Du als Anfänger nicht besser erkennen als die "Geübten". Ob der Keim oder der Frosch siegt, siehst Du eben erst nach einigen Wochen.
Bei mir darf jeder neue Frosch, selbst der vom Nachbar, sich in einem Quarantäneterrarium eingewöhnen. Das Risiko, meinen Bestand zu gefährden und möglicherweise eine komplette Anlage ausräumen zu müssen, würde ich niemals eingehen.
Viele Grüße
Roger