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Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis
wojtek
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Beitrag: #1
Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Hi

weiss jemand etwas genaueres wo Alanis herkommen und wie sie sich in der Natur verhalten? Damit meine ich nicht die geographische Ortsangabe, sondern eher das Biotop.
Grund meiner Frage ist, dass sich meine Alanis anders verhalten als meine anderen Tinc-Varianten:
- sie klettern deutlich mehr, sind fast nie am Boden
- schlafen nie am Boden, sondern irgendwo in/an den Waenden
- fressen nur ungern Ameisen

All das im Gegensatz zu meinen anderen Tincs.

tschoe
Wojtek

05.04.2019 06:43
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Tropenzimmer.eu
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Beitrag: #2
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Hallo Wojtek,

Biotopbeschreibungen finden sich zu genüge im Internet. Nicht alle Lokalpopulationen der Dendrobates tincorius verhalten sich gleich bzw. ähnlich. Auch nicht innerhalb einer Lokalpopulation. Meine Alanis haben sich damals wohl im Gegensatz zu Deinen fast ausschließlich im Bodenbereich aufgehalten. Lediglich das Männchen ist ab und an auf Erhöhungen geklettert um zu balzen. Das Verbreitungsgebiet im südlichen Surinam ist nicht unbedingt als klein zu bezeichnen. Das schlägt sich nicht nur in der Variabilität der Färbung nieder. Aus meiner Erfahrung heraus sind sie aber deutlich aktiver als zum Beispiel Azureus und Cobalt.
Das Verhalten kann sich aber auch aus den Umweltbedienungen im Terrarium ableiten. Grundsätzlich halten sich alle Tiere dort auf, wo sie sich wohl fühlen im Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Mikroklima. Eventuell ist es ihnen am Boden zu trocken/feucht, zu dunkel oder sie fühlen sich dort zu beobachtet. Hoher Keimdruck und Pilze können ebenfalls zu solchen Verhaltensänderungen führen. Da solltest Du vielleicht mal genauer hinschauen.

Übrigens hatte ich in jetzt 15 Jahren der Haltung nie auch nur einen Dendrobaten, der freiwillig mehr als eine Ameise vertilgt hat. Selbst meine größten Phyllobates bicolor, die nun wirklich alles fressen was ins Maul passt, machen einen großen Bogen um Ameisen. Vor allem um Lasius niger.

Grüße

07.04.2019 14:42
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wojtek
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Beitrag: #3
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Hallo

Tropenzimmer.eu schrieb:
Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Mikroklima. Eventuell ist es ihnen am Boden zu trocken/feucht, zu dunkel oder sie fühlen sich dort zu beobachtet. Hoher Keimdruck und Pilze können ebenfalls zu solchen Verhaltensänderungen führen. Da solltest Du vielleicht mal genauer hinschauen.

Kann natuerlich sein, aber da alle meine Terrarien aehnlich aufgebaut sind, dachte ich eher an variantenspezifisches Verhalten. Meine Vermutung war/ist, dass sie in natura vielleicht auf Baeumen leben...

Tropenzimmer.eu schrieb:
Übrigens hatte ich in jetzt 15 Jahren der Haltung nie auch nur einen Dendrobaten, der freiwillig mehr als eine Ameise vertilgt hat.

Bei mir machen Ameisen, je nach Jahreszeit, 20%-80% der Futtermenge aus.
Alle meine Froesche, Dendrobates, Raniyomeya, Oophaga, fressen sie auch ueberaus gern...nur die Alanis sind da nicht so beeindruckt.
Allerdings: von den 7-8 Ameisenarten, die ich im Garten habe -ich lebe in den Tropen- wird nur eine gefressen...ich nenn sie mal "kleine, rote Feuerameise", ca. 2-3mm gross.
Alle anderen Ameisen werden ignoriert.

tschoe
Wojtek

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.04.2019 01:39 von wojtek.

08.04.2019 01:30
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Frikadelle
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Beitrag: #4
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Hallo wojtek,
leider kann ich zu den Alanis nichts sagen.
Ich habe eine Frage zu den Ameisen.
Siehst du eine Möglichkeit diese kleinen Mini Armeisen hier in good old Germany als Lebendfutter zu züchten?
Danke!
Gruß Christina

09.04.2019 13:57
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wojtek
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Beitrag: #5
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Hallo Christina

keine Ahnung, wie das bei Ameisen geht...haben die ne Koenigin?
Ich zuechte sie nicht. Bei mir leben sie irgendwo im Dach. Anlocken kann man sie recht einfach mit etwas fettigem/fleischigem in einem Becher...Erdnussbutter, Huehnerknochen, Hundefutter, usw.
Und obwohl ich jeden Tag Tausende auf diese Art "ernte" wird das Volk scheinbar nicht kleiner.

tschoe
Wojtek



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10.04.2019 09:43
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Frikadelle
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Beitrag: #6
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Moin Wojtek,
danke für die Bilder! Da hast du es ja echt einfach in Sachen Futter.
Ich kenne diese kleinen Krabbler auch. Ich habe mal Kuchen mit den Viechern drauf gegessen, weil ich sie nicht alle da runter bekommen habe, mega Hunger hatte und die nächste Laden einige Kilometer Fußmarsch entfernt war.
Wenn du sie fütterst, bleiben sie im Terrarium, oder krabbeln sie auch raus?
In den Tropen sehen die meisten Leute Ameisen im Haus ja nicht so eng. Hier ist das ja etwas anders. Ich frag mal google zu den Ameisen.
Gruß Christina

10.04.2019 12:32
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Frikadelle
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Beitrag: #7
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Sieht aus wie die Pharaoameise?
Ganz schön kompliziert die Ameisenzucht. Da gibt es aber Leute, die das als Hobby machen. Hätte ich nicht gedacht, dass es noch verrücktere Hobbys gibt als Frösche züchten.... :-)

10.04.2019 12:49
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Tropenzimmer.eu
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Beitrag: #8
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Grüß Dich, Wojtek,

dann ist klar, dass deine Frösche die Ameisen nicht verschmähen. Die europäischen sind schlicht zu sauer und wehrhaft.

@Frikadelle,
auch in Europa sieht man Ameisen nicht gern im Haus, vor allem weil sie oft die Bauwerke beschädigen. Das Thema Ameisenzucht ist auch hier im Forum oft diskutiert worden. Die "ertragreichsten" Ameisenarten sind zugleich auch die, die dem Haus schnell gefährlich werden können oder als invasiv gelten. Bei den anderen ist der Output schlicht zu gering um mit nur einer Kolonie die eigenen Frösche zu füttern. Wenn schon Mantella nigricans mit seiner im Vergleich zu Dendrobates tinctorius mickrigen Größe dabei beobachtet worden ist, wie ein einzelnes Tier entlang einer Ameisenstraße um die 100 Ameisen vertilgt hat, wie viele benötigt es dann erst, um eine Gruppe großer Dendrobaten satt zu bekommen? Wink

13.04.2019 07:40
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wojtek
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Beitrag: #9
RE: Herkunft und Verhalten von D.t. Alanis

Tropenzimmer.eu schrieb:
Die europäischen sind schlicht zu sauer und wehrhaft.


das kann sein...ich hab sie nicht probiert Big Grin
Die Art, die gefressen wird, ist jedoch nicht wehrlos. Ich habe sie ja "kleine Feuerameise" genannt, weil die Biester weh tun. Nicht so stark wie die roten Feuerameisen in Deutschland, aber doch unangenehm...und es juckt fuer ein paar Minuten.
Einige weitere Beobachtungen:
- An schwarze Ameisen gehen meine Froesche nicht ran.
- An schnelle Ameisen gehen sie nicht ran.
- Die normalen Feuerameisen, vermutlich die gleichen wie in Deutschland, werden gefressen und sofort wieder ausgespuckt.

tschoe
Wojtek

13.04.2019 14:02
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