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Folsomia candida
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Dendro-MM
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Folsomia candida
Angenommen, Folsomia candida wäre die Art an weißen wurmartigen Springschwänzen ("einheimische"), die ich kultiviere. Gibt es jemanden hier im Forum, der mir annäherungsweise sagen kann, wieviel Eier ein Tier pro Eiablage legt und in welchen zeitlichen Abständen eine solche erfolgt?
Mir geht es um folgendes:
Ich finde zwar in mehreren Doktorarbeiten, Abhandlungen, etc. über dieses Tier die Information, dass die parthenogenetischen Folsomia candida nach 7 bis 10 Tagen schlüpfen und nach 20 bis 24 Tagen bei 20 °C geschlechtsreif sind, sowie sich in ihrem Leben ca. 45 mal häuten und jeweils kurze reproduktive Phasen durchlaufen (was ich übrigens auch schon interessant finde, bislang wusste ich nichtmals, dass die Viecher jungfernzeugend sind)...
... aber leider bislang nirgends eine Angabe dazu, wieviel Eier ungefähr (!) ein geschlechtsreifes Tier überhaupt ablegt.
Ich würde gern ermitteln, wie häufig ich wieviele Tiere entnehmen darf, ohne die Population zu gefährden und wie häufig ich das tun muss, ohne die Population zu gefährden.
Manchmal weiss ich nämlich nicht, ob die Zuchten eingehen, weil ich zu wenige Tiere entnehme (Calciumbedarf wird über Kannibalismus gedeckt) oder weil ich zu viele entnehme.
Wenn ich jetzt wüsste, dass die Tiere sich ungefähr ver-x-fachen in z.B. 7 Tagen, dann wüsste ich, dass ich ungefähr die x-fache Menge minus den Grundbestand entnehmen könnte.
Klingt natürlich jetzt alles sehr aufgeblasen, und jeder zweite Leser dürfte sich jetzt fragen "Wieso probiert der das nicht einfach aus, machen doch alle so, statt wie verrückt rumzurechnen?"
Dazu muss man wissen, dass ich erstens sehr große Mengen an Springschwänzen nehme, ich seh also durchaus, ob ich da jetzt einen Teelöffel oder fünf raushole, ohne akribisch mit der Lupe irgendwelche Individuen zählen zu wollen.
Zweitens geht es mir explizit darum, dass ich jetzt schon etliche Male in - stets ausländischen - Foren (Niederlande, USA, Kanada, Spanien) gelesen habe, dass speziell bei den Springschwänzen, welche hierzulande "die einheimischen weissen" genannt werden (und mit oben benannter Art identisch zu sein scheinen, wenngleich "einheimisch" ein unsinniges Attribut darstellt, kommt diese Art weltweit vor und ist demzufolge allenorts einheimisch) viel häufigere Entnahmen (also wesentlich kürzere Intervalle) möglich sein sollen. Entsprechend würde ich gern wissen, womit ich so rechnen müsste bei einer halbwegs normalen Vermehrungsrate, denn wenn ich auf deutlich weniger Tiere bei meinen Kultivierungsversuchen komme, dann würde ich im Gegensatz zu den Spaniern, Niederländern, Amerikanern und Kanadiern irgendetwas in der Hälterung falsch machen.
PS:
Wenn das hier niemand beantworten kann, ist nicht so tragisch. Ich bin auch ausschliesslich an einer Antwort auf meine Frage (Reproduktionsrate bei üblichen Rahmenbedingungen) interessiert und nicht an sowas wie "also aus den tropischen weissen von der Börse kannste 1 mal wöchentlich verfüttern und die brauchen 8 Wochen bis sie bereit zum verfüttern sind" 
Wenn jemand allerdings für andere Collembola oder Collembola im Allgemeinen eine annäherungsweise Ziffer benennen kann, interessiert mich das schon. Besser eine ungefähre Vorstellung als gar keine.
lG,
Milán
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| 15.03.2011 21:54 |
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chamfriend
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RE: Folsomia candida
Hallo,
wer suchet der findet, schau mal hier, da kriegst du die Vermehrungsraten unter Laborbedingungen bei unterschiedlichen Temoeraturen (Grafiken ):
http://www.bioone.org/doi/abs/10.1662/0002-7685(2000)062%5B0512:SITC%5D2.0.CO%3B2
Viele Grüße
Siegfried
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| 16.03.2011 09:05 |
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Dendro-MM
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RE: Folsomia candida
Danke Siegfried, genau so etwas habe ich gesucht. Schade nur, dass die Versuche lediglich bei 10 und 15 Grad Celsius durchgeführt wurden, aber immerhin.
Ich verstehe allerdings bei der Tabelle nicht wirklich, ob es sich bei den Angaben zur Anzahl an Jungtieren und Eiern um die Gesamtanzahl aller Jungtiere aller 10 Gläser handelt oder um die ermittelte durchschnittliche Anzahl pro Glas?
In jedem Glas sind ja ursprünglich 3 Springschwänze, am Ende hat an bei "vernünftigen" Temperaturen 148 Jungtiere. Pro Glas würde das bedeuten, dass sich die Tiere binnen 40 Tagen bei 15 Grad Celsius ca. verfünfzigfacht hätten. Handelt es sich hingegen um die Gesamtmenge aller Gläser, hätten sich die Tiere gerade einmal verfünffacht.
In der Legende steht "total juveniles estimated as the sum of the number of juveniles per jar on day 40"
Irgendwie hab ich da gerade eine Blockade:
total [...] sum ... okay, dann wird also eine Summe gebildet um die Gesamtmenge zu ermitteln. Eine Summe aus was denn? Aus den Jungtieren pro Glas? (Also Glas 1 + Glas 2 + ...)
Aber:
per jar ... okay, also doch nur pro Glas. Hä? Oder soll das bedeuten, dass der Durchschnitt aus der Summe (Glas 1 + Glas 2 + ... / 10) gebildet wurde?
Dann müsste da doch average und nicht estimated stehen.
Sorry, ich bin gerade offenbar wirklich blockiert, kannst mich ja erleuchten, wenn du magst 
lG,
Milán
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| 16.03.2011 12:44 |
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chamfriend
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RE: Folsomia candida
Naja, ich eigne mich nur bedingt als Guru
Nimm Figure 4, da wird´s dann einfacher. Da hast du die Anzahl Jungtiere pro Behälter über die Zeit. Da kannst du dir einfach ausrechnen, wieviele Eier ein Tier pro Tag legt. Spalte A gibt zusätzlich noch die Anzahl der Häutungsreste pro Behälter, ist also ein Mass wie schnell die Tiere wachsen. Wenn du B und C vergleichst, siehst du auch wie lange die Jungtiere zum Schlüpfen brauchen.
Viele Grüße
Siegfried
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| 16.03.2011 13:35 |
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Dendro-MM
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RE: Folsomia candida
Verdammt, Figure 4 hab' ich einfaach übersehen. Danke. Hat mir wirklich im Gesamten gut geholfen dein Link.
lG,
Milán
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| 16.03.2011 14:38 |
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chamfriend
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RE: Folsomia candida
Gern geschehen,
was die Temperatur angeht: Ich hab noch was gefunden:
http://www.stevehopkin.co.uk/publication...01-222.pdf
Schau mal unter "Life history and development". Anscheinend entwickeln sich bei 21 C die Eier/Jungtiere am Besten, aber die Lebensspanne der Tiere verkürzt sich
Viele Grüße
Siegfried
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| 17.03.2011 17:09 |
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