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Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
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gerhard
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Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
Hallo,
ein Bekannter hat ca. im Mai mit der Dendrobatenhaltung angefangen und vor ein paar Wochen sind ihm nun 2 seiner 4 Tiere verstorben. Ich habe ihm gesagt, dass er sie von Exomed untersuchen lassen soll, was er auch getan hat, der Befund war Mucor amphibiorum.
Meine Frage ist jetzt, ob schon jemand Erfahrung mit dem Pilz gemacht hat. Ich habe von diesem Pilz noch nichts gehört gehabt und im Internet findet man nicht viel, außer dass er ursprünglich aus Australien kommt und mit Litoria nach Deutschalnd eingeschleppt wurde.
Laut Mutschmann ist die Therapie kompliziert und meist mit mäßigem Erfolg, er empfiehlt auch Itrakonazol Bäder.
Hat jemand schon eine erfolgreiche Therapie durchgeführt, hat der Pilz auch so ein Seuchenpotential wie Chytrid ?
lg gerhard
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| 26.10.2010 18:34 |
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Thommes
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RE: Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
Hi Gerhard,
selber Erfahrungen habe ich nicht aber in der Literatur findet man noch Quellen die besagen das dieser Pilz ebenfalls neben Litoria caeruela (bei Terrarienhaltung) auch bei in Australien vorkommenden Aga-Kröten (B.marinus) und Schnabeltieren vorkommt. Primäre Besiedelung der Viszeralorgane mit Sporangien (Sporenkapseln). Die Sphaerulas entwickeln Tochtersphaerulas die sie duch Auflösung der äußeren Wand in andere Gewebe entlassen.
Es entsehen massenhaft Granulome und Infektionen in denen die Granulome ineinander verschmelzen. Meist in der Leber, Mliz, Niere, Harnblase, Herz und Lunge. Lymphgewebe und Verdauungstrakt. In der äußere Haut , Knochen Muskulatur wurden sie ebenfalls nachgewiesen.
Die Granulome haben ein Zitronengelbes Aussehen und werden bis zu 5 mm groß.
Infektionsweg alimentär/oral (über die Ernährung) wahrscheinlich.
Anzeichen einer Infektion sind unspezifisch:
Trägheit, apatisch, Appetitlosigkeit, mager trotz Nahrungsaufnahme. Plötzliche Todesfälle.
Aber auch länger anhaltender Leidensweg.
Experimentell ließ sich der Erreger leicht von einem Tier auf ein anderes übertragen.
Neben oben beschriebenen Tieren konnte mittlerweile Mucor auch bei, in Gefangenschaft gehaltenen Dendrobaten ermittelt werden.
Terrarien sind gründlichst zu reinigen, verbleibende Tiere in Quaratäne, Materialien sind Biohazard also am besten verbrennen. Pilze können sonst Monate bis Jahre überdauern. Die Mortalität der Erkrankung ist hoch. Erfolgreiche Therapie nicht gesichert. (Ketoconazol oder andere Imidazolderivate)
Quellen: SEELIGER/SCHRÖTER, 1990, ISENBÜGEL/FRANK, 1985, SPAER et al, 1997, MUTSCHMANN 1999 unveröffentl.)
LG Thommes
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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2010 08:52 von Thommes.
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| 27.10.2010 08:50 |
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Rindviech
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RE: Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
Mal ne doofe Frage wie wird der Erreger denn nachgewiesen?
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Gespräche über Pfeilgiftfrösche
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Ich weiss nix!
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| 27.10.2010 10:50 |
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gerhard
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RE: Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
Hallo,
danke für die Antwort Thommes, das habe ich übersehen, habe eher englische Seiten durchsucht.
@Rind
Ich habe den Bericht leider im Moment nicht da, soweit ich mich erinnere wurde eine Systemmykose festgestellt, innere Organe waren befallen, ähnlich wie Thommes geschrieben hat, ich weiß nicht, ob er explizit nachgewiesen wurde oder aufgrund der Symptome diagnostiziert wurde. Auf jeden Fall scheint der Pilz die eigentliche Todesursache gewesen zu sein, da sonst keine begleitenden Erkrankungen nachgewisen wurden also Nematoden usw.
Was mich nur etwas erstaunt ist der Verlauf der Erkrankung, er hatte die Tiere ja schon etwas länger und es hat keine großen Änderungen der Terrarien Parameter gegeben.
Ich selbst habe praktisch keine Erfahrungen mit Krankheiten, außer dass sich mal ein Jungtier nicht gut entwickelt und mein ältester vittatus Mann hat sich mit 16 Jahren im Wasserteil ertränkt, was wahrscheinlich eher ein Unfall war, da er gerade Nachzuchten versorgte.
Normalerweise gibt es ja immer einen Auslöser, wie zB nach Streß beim Kauf auf der Messe, schnelles Einleiten der Regenzeit, neue Pflanzen usw. aber das war laut den Berichten nicht der Fall.
lg gerhard
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| 27.10.2010 11:03 |
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Thommes
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RE: Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
ÄÄHH hast recht, vergessen.
Die Gattung Mucor zählt zu den Zygomycetes (Jochpilze).
Die Diagnose basiert wie bei andere Mycosen auf mikroskopische Nachweise der Erreger (Tupferproben, Zupf-, Abklatsch-, oder Quetschpräparate) nach Anfärbung mit Laktophenolblau
(Unters. mit Lichtmikroskop bis zu 400facher Vergrößerung) oder Phasenkontrastmikroskop sowie Pilzanzucht mit geeigneten Nährböden.
Quelle: MUTSCHMANN 1999
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| 27.10.2010 11:07 |
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Albert D.
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RE: Erfahrungen mit Mucor amphibiorum
Mucor sp. wurde in meiner Bodenprobe des größeren Terrariums nachgewiesen. Welche Art genau, wurde nicht festgestellt.
Hatte ja geschrieben, das ich hoffte, nicht Mucor amphibiorum im Terri zu haben.
Da ich keine Frösche in den letzten knapp 5 Jahren gekauft habe, frage ich mich wie Mucor sp. ins Terri kam. Habe zum Glück keinerlei Probleme.
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| 28.10.2010 19:41 |
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