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Erde vs. Küchenpapier
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ctenopoma
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Erde vs. Küchenpapier
Hallo!
Da ja immer mal wieder die Diskussion aufkommt, ob es ausreicht, Weizen oder Erbsen einfach auf Watte oder Küchenpapiere keimen zu lassen, habe ich mal einen einfachen, für jeden nachvollziehbaren, Versuch gestartet.
Ziel war es, zu erkennen, ob Weizen (der Versuch wurde auch für Erbsen durchgeführt) auf Erde, Watte (nicht im Bild)oder Küchenpapiere besser keimt und sprießt.
In der Durchführung hielt ich mich an ein für mich standardisiertes Vorgehen.
Hier wird der Weizen 24h und die Erbsen 8-10 Stunden gewässert und dann fast flächendeckend auf das Substrat aufgebracht. (siehe Foto:
)
Die einzelnen Schalen werden dann ineinander gestellt, und oben mit einer weiteren Schale beschwert, um eine bessere Keimung zu bekommen.
Nach 3 (bzw. 4 bei den Erbsen) Tagen werden die Schalen einzeln ans Fenster oder unter ein Licht gestellt.
Die verglichenen Schalen standen jeweils direkt nebeneinander, also bei gleicher Temperatur und bei gleichem Licht.
Das Ergebnis sieht man auf den folgenden Bildern:
Die auf Küchenpapier (und Watte) ausgesäten Samen keimen deutlich langsamer und weniger. Sie wachsen ebenfalls langsamer und werden nicht so voluminös wie die auf Erde gekeimten.
Zudem halten sie nicht so lange aus.
Dies (Lebensdauer der Pflanzen) kann jedoch auch Folge der geringeren Wasserspeicherung des Papieres und der Watte sein. Denn die Ansätze auf den 2 Substraten sind bei mir regelmäßig vertrocknet.
Was ich nicht sagen kann, ob an den schwächeren Pflanzen mehr Läuse vorkommen. Denn gezählt habe ich die nicht. Es sind aber an allen Ansätzen Läuse zu finden, und das nicht wenig. Wobei auf Erde die Weizenläuse gößer/fülliger erscheinen und nicht so viele geflügelte Tiere auftreten.
Die Frage ist nun, was macht man daraus.
Für mich ist klar, ich setze weiterhin nur auf Erde an. Da die Pflanzen eine längere Lebensdauer haben, ist es organisatorisch für mich einfacher.
Bei zu kurzer Lebensdauer besteht bei mir die Gefahr, daß die Kulturen zusammen brechen.
Was jeder einzelne daraus zieht, ist ja ihm/ihr überlassen.
Mir ist auch klar, daß dieser "Versuch" überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat und bei der Ethikkommission sicherlich durchfällt.
Auch gibt es genug Ansatzpunkte für Kritik und Verbesserungen.
Es soll auch nur zum Denken anregen, denn wie man seine Futtertiere ernährt, so ernährt man auch seine Pfleglinge.
Diskussionen sind gerne erwünscht, bitte keine Kommentare wie "Ist doch klar", oder "ich mach das eh so..."
Denn offensichtlich ist es nicht so klar, denn alle 3 Substrate sind zu Hauf vertreten.
Viele Grüße!
Ctenopoma
BTW: Nein, mir ist nicht langweilig und nein, ich möchte kein Sommerloch füllen. Diese Reihe ziehe ich bereits seit fast 9 Monaten durch und wollte nun auch mal andere dran teil haben lassen. Grund ist eine heisse (eher hitzige) Diskussion im Chat gewesen.
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| 23.05.2011 12:58 |
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dlca
IGD
    
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Ist doch klar! Nein Scherz beiseite
Ich habe vor einigen Monaten auch einige Tests durchgeführt (allerdings in kleinerem Umfang) und bin zum gleichen Ergebnis gekommen. Bei Erbsen viel bei mir der Unterschied noch stärker auf. Ich habe damals auch mit ganz unterschiedlichen Substraten experimentiert. Mit Kokoshumus und Torf war das Ergebnis besser als mit Papier. Aber am besten wächst alles bei mir mit (relativ teurer) Bio-Kräutererde.
Mich würde interessieren, ab wann der Erbsen/Weizenkeimling anfängt Nährstoffe über die Wurzeln aufzunehmen und sich dieses dann vielleicht positiv auf die Läuse auswirkt.
LG
Nils
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| 23.05.2011 14:10 |
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chucky77
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Hallo Andre,
Interessanter Versuch!
Ich habe in der Vergangenheit auch 3 verschiedene Methoden probiert, dabei hatte ich ähnliche Ergebnisse.
Allerdings habe ich die Methoden nacheinander getestet, deine Auswertung bestätigt aber mein Empfinden.
Viele Grüße
Markus
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| 23.05.2011 17:13 |
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Bing
Unregistered
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Danke , schöner Test.
Da wäre nun die Frage interessant , ob ein schlecht wachsender Weizen , weniger Nährstoffe hat , als ein schnell wachsender ,vor allem auf die erste Woche gesehen.(vom Gefühl her würde ich sagen ja)
Wenn nicht , könnte man sich ja , das langsame Wachstum , zu Nutze machen , wenn man den Weizen in 1 Liter Bechern züchtet , die man eh höchstens 1 - 2 Wochen stehen hat.
Ich benutze zb Humus und Küchenpapier , in 1 Liter Bechern und muss ,durch das schnelle Wachstum , jede Woche neue machen (mach ich aber gerne ).
Und eine kleine Frage hab ich noch. Stellst du die Läuse in den 1 Liter Boxen in ein Terrarium ?
Ich habe zB festgestellt , das ich auf der Fensterbank (schattiges Fenster) ,
sehr viel mehr Läuse ernten kann , als im Winter unter Kunstlicht.
mfG
Frank
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| 23.05.2011 18:14 |
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humai
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RE: Erde vs. Küchenpapier
hi
sieht interressant aus, aber ich werde meine ebl weiter auf watte züchten weil ich sie leichter ins terra bekomme. wattefläche aus der box nehmen und im terra abschütteln. auf erde gestaltet sich das schon schwieriger, wenn man nicht alles auseinanderpflücken will.
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| 23.05.2011 18:30 |
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ctenopoma
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Moin!
Also Keimlinge haben sicher den gleichen Nährwert (denke ich mal), da die ja ihre Nährstoffe noch aus dem Korn ziehen. Aber nach einiger Zeit wird der Nährwert sicher höher sein bei Erde, da da halt entsprechende Stoffe enthalten sind.
Wobei ich nicht weiß, was genau die Läuse davon aufnehmen und verwerten können.
Die Wattekeimer sind aber nicht nur langsamer, sie sind auch dünner, schwächer und knicken leicht um, da scheint schon was zu fehlen.
Die Läuse lassen sich bestens aus den Bechern schütteln. Auch wenn Erde drin ist, die Wurzeln sind binnen 1 Woche so viel und stark, daß da nichts rausfällt. Es fällt eher der gesamte Erdballen raus als einzelne Brocken (mal sehen, ob ich da mal ein Foto machen kann.).
Diese 1 l Dosen stelle ich nicht rein. Das wäre für die Frösche zuviel. Bei diesen Bechern kann ich bei den Erbsenläusen mit 1,5 solcher Dosen meine gesamte Anlage samt Jungtiere füttern.
Also schon eine enorme Ernte. Wobei ich vermute, daß das bei den Wattekeimern auch so sein wird 
Viele Grüße!
Ctenopoma
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| 23.05.2011 19:10 |
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Bing
Unregistered
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Oh , da hast du mich falsch verstenaden , ich wollte wissen , wo du die Läuse in den Boxen stehn hast , sonst laufen die ja alle durch das Zimmer , wenn sie nirgendwo drin stehen , oder ? Ansätze stell ich auch nicht in das Terrarium , zu den Fröschen .
mfG
Frank
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| 23.05.2011 19:23 |
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Feanor
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RE: Erde vs. Küchenpapier
Kann die Testreihe auch nur durch meine Beobachtungen bestätigen, ich verwende nur noch Becher mit Erde.
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| 23.05.2011 20:05 |
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Jens aus Gera
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RE: Erde vs. Küchenpapier
hi
also ich mach eine Kombimethode, 1Liter Becher mit Erde (stinknormale Pflanzerde) darüber eine Lage Toilettenpapier.
Sowohl Erbsen als auch Weizen keimen und wachsen so ausgezeichnet und bei der Entnahme der Läuse fällt nix mehr von der Erde mit aus dem Becher.
Nur Küchenkrepp ging bei mir regelmäßig in die Hose, da ich immer Probleme bei der Wasserversorgung hatte, entweder zu trocken oder zu naß.
Übrigens als kleiner Tipp: Weizen und Erbsen lassen sich einfach zurückstutzen wenn man mal terminlich nicht zum Animpfen kommt aber schon Pflanzen vorgezogen hat.
Gruß Jens
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| 23.05.2011 20:21 |
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jens
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RE: Erde vs. Küchenpapier
die erbsen brauchen nährstoffe aus dem boden sobald die ersten blätter (nicht die keimblätter!) kommen. die blattlaus funktioniert wie ein durchlaufsystem - eigentlich kann von saugen weniger die rede sein. sie sticht die pflanze an und lässt sich durch den druck volllaufen. man verfüttert also vor allem zellsaft. die blattlaus macht das also ähnlich wie ihr früher beim "dosen-schießen".
erde MUSS für die qualität der läuse besser sein. wo soll die pflanze aus papier und wasser denn wichtige nährstoffe herbekommen???
jens
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| 23.05.2011 20:23 |
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