seit Wochen versuche ich nun vergeblich, mal wieder einen Ansatz Drosophila ohne Raubmilben anzusetzen.
Immer wieder sind bei einem neuen Ansatz ein paar Stunden später einzelne Milben zu sehen.
Was soll man dazu sagen, fast jede Drosophila hat "ihre" Milbe dabei!
Sie hängen wie eine Zecke kurz hinter dem Kopf an der Unterseite des Körpers! Sind mühsam zu entfernen, wie festgebissen. Photo ohne Mikroskop, nur mit Makro meiner Kamera. Man kann`s erkennen.
ich stelle meine droso zuchtbehälter in ein becken mit ca. 1 cm wasser mit einem tropf seife.
das seifenwasser nimt die oberflächenspannung, daduch ertrinken die milben im wasser.
die behälter müssen/dürfen kein kontakt zueinander und der beckenwand haben.
alles putzen und sauber beginnen, solte funktionieren.
ich siebe seit jeher meine Ansatzfliegen, bevor ich sie in die Dosen setze. Dazu kommen sie in ein Glas mit Gazedeckel und werden kräftig mit Mehl, abgelaufenen Vitaminpulver o.ä. bestäubt. Nach kurzer "Einwirkzeit" dann die Gläser kopfüber kräftig schütteln. Ich hatte dadurch noch nie Probleme mit Milben.
Zusätzlich stehen die Ansätze wie von Taler beschrieben in Schalen mit Spüli.
in Wasser stellen, klar, nützt aber nichts, wenn die Fliegen ihre Milben mitbringen.
Mit Einstäuben und kräftig schütteln habe ich auch schon probiert. Die Milben lassen nicht los.
Habe jetzt mit der Lupe milbenfreie Drosophila isoliert für einen neuen Ansatz.
Das mit dem Mehl klappt hervorragend. Man muss das am Anfang aber 3-4 mal machen, bevor man neue Ansätze machen kann. Die Fliegen ruhig 2 Stunden im Mehl lassen und mehrmals durchsieben und dann neues Mehl (das feinste, was Du zu kaufen kriegst) nehmen.
Mit Vitaminpulver geht das, meine ich zumindest, nicht ganz so gut, reicht aber für zwischendrin dicke aus.
Zudem habe ich festgestellt, daß die Seifensauce nicht ausreicht, einen Befall von Milben zu verhindern. Einige Milben ertirnken zwar, aber es kommen genug übers Wasser.
Da hilft eher ein dichtes Abdecktuch über die Dosen, also nicht die Gaze sondern eher festes Küchenpapier.
für mich spielt die Abdeckung der Becher eher eine untergeordnete Rolle,
wenn die Drosos ihre Milben selbst mitbringen und diese nicht von aussen einwandern.
Es gibt für mich nur zwei Methoden:
1. Die Fliegen werden kurz mit Ether betäubt und unter dem Binokular von den Milben befreit. Sehr aufwendig und nicht jeder hat ein Binok.
2. Ich nehme einen vermilbten Droso Ansatz bei dem viele Maden im Brei vorhanden sind, dann wird der Brei unter fliessendem Wasser durch ein feines Sieb gewaschen, übrig bleiben saubere Maden, welche man in einen neuen Milbenfreien ansatz überführen kann.