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1 Bewertungen - 5 im Durchschnitt   Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren
Daniel
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Beitrag: #11
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Guete Abig

Das gezeigte Tier stammt aus meiner Zucht, das mal vorweg, es wurde auch nicht irgendwie nur zwischengehältert oder dergleichen...
Die Tiere waren bei Abgabe bester Gesundheit und auch ausreichend gross....
Gleichaltrige Tiere aus den gleichen Gelegen erfreuen sich auch weiterhin in meiner Anlage bester Gesundheit, wie auch alle andere Tiere bei mir...

Fakt ist, die Tiere waren bei Übergabe im besten denkbaren Zustand und die Probleme die zum Ableben geführt haben sind deshalb zweifelsfrei nach der Übergabe aufgetreten!!
Zudem hatte ich in meiner Anlage noch keinen einzigen Fall von Chytridiomykose! (und ich bin schon länger als 10Jahre dabei)

Das ganze Theater mit chytridfrei ist auch langsam überflüssig....
Ein fittes Tier, nicht durch irgendwelche Haltungsfehler geschwächt hat keine Probleme mit Chytrid, selbst dann nicht, wenn es in direktem Kontakt zu Tieren kommt, wo Chytridiomykose bereits ausgebrochen ist....

Gruess Dani

PS:
Habe mich soeben mit zwei anderen Käufern von meinen Tieren kurzgeschlossen: Keinerlei Ausfälle oder sonstwelchen Probleme (3 und 4 Tiere)

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 22:17 von Daniel.

09.09.2010 22:11
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knabber0815
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Beitrag: #12
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

dann frage ich mich warum der TO hier irgendeinen vom Pferd oder irgendwelchen Zwischenstationen erzählt.


Man möge es kaum glauben, aber selbst zum vorausschauenden Fahren ist der Blick durch den Rückspiegel oftmals hilfreich
09.09.2010 22:25
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thomas.weissbach
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Beitrag: #13
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

ich werde den Befund von Mutschmann nach Eingang im Forum ablegen lassen.

Mag jeder denken was er will. Ich bin weg.

Thomas

09.09.2010 23:02
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Daniel
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Beitrag: #14
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Guete Abig

Nur zu, ich habe rein gar nichts zu verbergen....

Wobei auch ein Befund nicht all zu viel aussagen kann, da die Tiere wie erwähnt bei der Übergabe komplett gesund waren (und ihre Geschwister es weiterhin sind, bei 3 verschiedenen Haltern)
Da kann man über die Haltungsbedingungen nach der Übergabe denken was man will...

Gruess Dani

PS:
Auf die bewusst platzierten dämlichen Unterstellungen von wegen ich hätte mich nur am Weiterverkauf von Tieren bereichert mag ich gar nicht eingehen, denn es entbehrt jeglicher Grundlage und darf als Lüge bezeichnet werden.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 23:26 von Daniel.

09.09.2010 23:21
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Susi
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Beitrag: #15
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Hallo Thomas - ich hoffe, du liest doch noch mit,

ich kenne deine Beiträge zu Chytrid - ich kenne auch deine Geschichte, wie du alle deine Tiere durch Chytrid verloren hast.

Jetzt den Mut zu einem Neuanfang zu haben, und dann dasselbe nochmals zu erleben, mag der Frust schlechthin sein.

Es gibt die Rede, das Chytrid inzwischen in allen Terrarien ist. Inzwischen glaub ich das auch.

Allerdings scheint es, dass es nur mehr einzelne bzw. neu eingesetzte Tiere betrifft und nicht mehr ganze Anlagen - ist aber nur mein Gefühl, ich kann mich auch irren - sonderlich viel wird ja nicht drüber geredet - leider.

Ich halte nun Frösche seit bald 20 Jahren - Dendrobaten seit mehr als 10 Jahren.

Früher hatte ich Frösche gekauft, ins Terrarium gesetzt - und nie ist was passiert - und sonderlich viel Ahnung hatte ich bis vor einigen Jahren nicht.

Vor knapp 2 Jahren habe ich meine Anlage ausgebaut und mir Jungtiere mehrerer Arten gekauft. Los ging es bei Vanzollinis. Ein Tier nach dem anderen starb, Befund diverse Leber- und nochwas Schäden - auf Chytrid hatte ich nicht kontrollieren lassen. Dann starben die ersten Reticulatus - meine eigenen Nachzuchten. Symptome keine - nur Lethargie und Futterverweigerung. Kurz vor dem Tod sahen die Tiere noch Top aus.

Danach starben die ersten Fantasticus - vermutlich - ich hab sie nie wieder gesehen.

Als 3 Mysteriosus starben, habe ich sie eingeschickt - Befund Chytrid - mittelgradig.

Im Chat habe ich von einem Forenmitglied den Rat bekommen, neue Tiere für einige Zeit bei mindestens 30 Grad zu halten - über einige Wochen hinweg. Logischerweise mit dem Hinweis, das sowas auch daneben gehen kann!!!!

Ich hatte damals Angst. Ich habe beide Anlagen - sowohl im Wohnzimmer als auch im Keller über mehr als 2 Wochen hochgeheizt auf teilweise über 30 Grad (das war im Winter - das geht also, wenn auch mit ordentlichen Stromkosten).

Übrigens - ich bin damals den Weg gegangen, den vermutlich alle C-betroffenen machen - ich habe mich tagelang im Internet schlau gemacht - diese Theorie der Wärmebehandlung findet man öfters.

Weiter - jeder neue Frosch kommt bei mir für 3 - 4 Wochen in ein Quarantänebecken und wird langsam auf hohe Temperaturen gefahren. Nicht allzugenau - aber so zwischen 29 und 32 Grad. Logischerweise mit viel Feuchtigkeit.
Noch was - Christmann, den ich damals um Rat gefragt habe, war genau meiner Meinung - und der Ansicht, ich solle bloss die Finger weg lassen von Itrakonazol.

Übrigens - ein Bekannter, dem vor kurzen 5 von 6 neu erworbenen Jungtieren von Vanzolinis an C gestorben sind, hat mir sein letztes, verbliebenes Tier gegeben. Maßnahme wie oben - das Tier lebt immer noch.

Ich habe seit einem Jahr mehrere Jungtiere erworben. Mit kurzzeitiger Quarantäne und Hitzebehandlung ist mir kein einziges Tier mehr verstorben. (ich weiss, Quarantäne macht man länger ...) (Inkubationszeit von C sind 3 - 76 Tage - so aus dem Gedächtnis - bei jedem Tier, das nach Neuanschaffung in dieser Zeit stirbt, sollte man alarmiert sein!)

Alle meine Tiere und Nachzuchten sind am Leben und sind gesund. Mehr will ich nicht.

Bitte - ich will jetzt nicht behaupten, dass das Hochheizen das Allheilmittel gegen Chytrid ist.
Und vermutlich werden wir es auch nicht schaffen, unsere Terrarien chytridfrei zu kriegen - sorry, aber der Zug ist längst abgefahren.

Wenn mir ein TA Dr. Bauer erzählt, er habe erfahren, dass vor einigen Jahren auf einer großen Froschbörse (naja, welche wohl ...) mehrere hundert Frösche verkauft wurden, von denen viele nachweislich an Chytrid starben - dann kann sich jeder denken, das der - über mehrere Ecken - wohl schon überall gelandet ist.

Was mich - schon seit langem stört - ist dieses tabuisieren von Chytrid - keiner will ihn aber alle haben ihn - vermutlich!

Wenn überhaupt noch einer schreibt, ein Frosch ist gestorben, dann wird erst mal auf irgendwelche Parameter rumgehackt, ein Haltungsfehler unterstellt oder sonstwas.
Seltsamerweise höre ich öfters, dass Tiere aus/von einem Gelege/Züchter bei dem einen Käufer sterben und bei dem anderen Käufer kerngesund sind - woran liegt es also?

Meiner PERSÖNLICHEN Meinung nach gibt es kaum noch einen Frosch oder ein Terrarium ohne C ...

Die Frage ist doch nur, wie man damit umgeht.

Es ist ebenso meine Meinung, dass Kauf, Tausch, Börse, Transport, neue Umgebung, meinetwegen auch neue Keime uvm. der absolute Stress für Tiere ist - und genau dieser Stress das Tier für kurze Zeit schwächt und damit dem Pilz die Möglichkeit gibt, überhand zu nehmen (bei Würmern ist es ja auch nichts anderes).

Wenn es aber eine Möglichkeit gibt, für diese kurze Stresszeit durch Wärme den Pilz einzudämmen, bis das Tier etabliert ist, wieder zur Ruhe gekommen ist und sich eingelebt hat und sein Immunsystem wieder aufgebaut hat - ja, warum nicht?

Übrigens weiss ich, das diese Hochheiz-Methode einige Leute schon seit langem anwenden - schade ist nur, das keiner seine Erfahrung darüber berichtet - möglicherweise hätten einige Nachzuchten mehr überleben können.

Meine Terrarien habe ich übrigens weder ausgeräumt noch desinfiziert. Auch die Einrichtung nicht. Alle neu eingesetzen Frösche haben überlebt. Von 3 Tieren PCRs (vom TA durchgeführt!) - alle negativ.

Ich denke, wenn alle hier ein bisschen ehrlicher wären, einige ein bisschen mehr von ihren Erfahrungen berichten würden, weniger aufeinander rumhacken - weniger sich gegenseitig die Schuld zuschieben - das könnte uns alle am meisten weiterbringen.

LG

Susi

09.09.2010 23:45
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Rindviech
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Beitrag: #16
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Susi lies mal - das war vor 5 Jahren!
http://www.dendrobatenforum.info/verscho...-5106.html

Was hat sich seitdem im Umgang mit C geändert? Nahezu nichts.

Man muss differenzieren, wie es zu einem Chytrid-Ausbruch kommen kann:
1. man bringt hochgradig infizierte Tiere ein - da können die Haltungsbedingungen so gut sein wie sie wollen - es wird zu einem ausbruch kommen.
2. man bringt einen genetisch veränderten Stamm ein - auch da wird es zum Gau kommen, weil das Immunsystem der Tiere nix entgegen zu setzen hat.
3. Chytrid ist latent vorhanden und bricht aus irgendwelchen Gründen aus - das sollte man mal zum Anlass nehmen, um die Haltungsparameter zu kontrollieren.

Die von Dir angesprochene hyperthermische Behandlung spricht imo für Grössere Becken und eine andere Beleuchtung jenseits von Leuchtstoffröhren (Stichwort: Thermoregulierung).
Allerdings bezweifle ich, dass diese moderaten Temperaturen ein "Absterben" des Pilzes bewirken können. Ich denke aber, dass der Pilz in seiner Vermehrungsfreudigkeit damit zurückgedrängt wird. Jedenfalls sollten Terrarien, wenn man neu plant eine entsprechende Höhe (ab 80cm aufweisen) und mit Mettalldampfhalogenstrahlern beleuchtet werden (BrightSun u.ä.) Dadurch sollten sich in höheren Regionen höhere Temperaturen einstellen, die von den Fröschen zum Hochsetzen Ihrer Körpertemperatur aufgesucht werden können.

Nach der guten Arbeit von unserem Froschfreund Albert sollte es keinen zweifel daran geben, dass es nicht der Königsweg sein kann Frösche in ein eingefahrenes Terrarium zu setzen:
http://www.frogtalk.de/wp-content/upload...gische.pdf

Richtig ist, wie Du schon gesagt hast Susi, die Frösche in ein ausreichend grosses, sauberes aber nicht steriles Quarantäneterrarium zu setzen und nach Materialien aus dem Haltungsterrarium einzubringen, damit der Organismus sich nach und nach an die neuen Bedingungen adaptieren kann.
Da mag der eine oder andere sicherlich gute Erfahrungen mit eingefahrenen Terrarien gemacht haben - empfehlen würde ich das zum heutigen Stand des Wissens nicht - eine zwischengeschaltete Quarantäne sollte immer durchgeführt werden.
Die ganz vorsichtigen können dann noch während der Quarantäne eine PCR-Probe untersuchen lassen - ich selbst halte das für nicht notwendig - durch eine PCR kann nicht festegestellt werden dass ein Frosch keinen Chytrid hat - es kann nur festgestellt werden, dass er Chytrid hat.


http://www.frogtalk.de
Gespräche über Pfeilgiftfrösche
____________________________
Ich weiss nix!
10.09.2010 01:48
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froschler
Stammtischorga
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Beitrag: #17
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Hallo,

vor kurzem sind mir fünf neu erworbene Frösche an Chytrid verstorben,
Verlauf: erster nach einem Tag, zweiter nach zehn Tagen, nach 65 Tagen war keiner mehr da bis auf einem.

Da immer gesagt wird das die Haltungsparameter der auslöser sind, klar das ein erkrankter Frosch für so was emdpfindlicher ist, ein Bekannter Froschexperte meinte zu mir das bei gesunden Tieren das nicht passiert währe.

Nächstes Problem wie schon geschrieben, Chydrit habe ich nicht, der kann nicht von mir sein, das ärgert mich, woher wollen die das wissen, haben wahrscheinlich noch nie einen Frosch eingeschickt!Sad

Das mit der PCR ist nicht zu hundert Prozent sicher, also ist es mit einem Chytrid-Frei Zertifikat etwas weit hergeholt, sicher währe es eine gute Idee, aber nur wenn sie hundert Prozent sichergestellt werden kann.

Eins wollt ich noch sagen, an alle die was mit Chytrid zu tun hatten, offen darüber berichten, da der Pilz mitlerweile überhand nimmt, das ist für mich ein ernstes Thema das in den Griff bekommen muss.

Und bloß nicht die Froschhaltung wegen sowas aufgeben, sicherlich ist das ärgerlich, aber ich habe es auch in den Griff bekommen, mir sind Gott sei Dank nur die Frösche in den einem Terrarium eingegangen.

Grüsse
Berti

10.09.2010 09:45
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Birgit63
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Beitrag: #18
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Hallo Thomas,

erst einmal tut es mir sehr, sehr Leid für dich und die kleinen. Ich bin vor ein paar Wochen auch böse auf die Nase gefallen. Auch ich pflege seit gut 10 Jahren Frösche, aber man ist NIEMALS auf der sicheren Seite. Ich habe vor ein paar Wochen einige Tiere übernommen und nach 2 Wochen war die erste Tot. Eine PCR der anderen Tiere brachte nur eine negativ Aussage was Cytrid angeht. Lange Rede kurzer Sinn- die Tiere waren mit Chlamydien befallen. Sie lagen auch so da wie auf deinem Foto. Die letzten aus dem neuen Bestand wurden euthanasiert, da sich diese Krankheit genauso wie Cytrid Seuchenartig ausbreiten und auch auf Menschen übergehen kann. Das ganze hat sehr viel Geld und noch mehr Tränen gekostet, aber ich bin Dankbar, dass mein Bestand nichts abbekommen hat und es heute wenigstens die Möglichkeit gibt, die Tiere untersuchen zu lassen (und dadurch zu lernen).
Leider war mein Hinweis auf die Krankheit bei dem alten Besitzer nicht sehr erfolgreich. er bietet noch Tiere an...
Trotz dieses Niederschlags werde ich nicht den Spaß und die Liebe zu den Tieren verlieren, denn ich bin der Meinung, dass die meisten von uns ihr Hobby mit bestem Wissen und Gewissen pflegen und nichts tun,- oder unterlassen, was den kleinen schadet!!!

viele Grüße Birgit

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.09.2010 11:55 von Birgit63.

10.09.2010 11:53
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knabber0815
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Beitrag: #19
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Holla,

mal ein paar Gedanken in den Raum geworfen...

- Wenn semiadulde oder adulde Tiere Nachzuchten oder wie auch immer abgegeben werden und diese in einem guten Zustand bei dem nächsten Halter landen - wo kommen die Tiere her? Worauf ich hinauswill, die fertigen wohlgenährten Tiere kommen nicht irgendwo vollständig fertig aus einem überaschungsei! Sprich die Tiere müssen bis dahin sowohl in einer halbwegs passenden Umgebung gelebt haben und müssen auch vital gewesen sein um den Ernährungszustand zu ereichen. Einen Frosch in einem derart schlechten Zustand kann man nicht wie ein Unfallfahrzeug "aufpimpen"

Ein paar Erfahrungen aus der Praxis - ich übernahm vor ein paar Jahren ein halbwüchsiges Tinctoriuspaar auf einer Börse. Ohne Ausnahme jeder mit dem ich darüber gesprochen habe bzw. die Tiere gezeigt habe haben mir durch die Blume oder direkt gesagt das Tiere von diesem Züchter immer sterben würden, das wäre so gut wie sicher. Komisch nur das ich eben diese Tiere immer noch habe, gross vital und ohne irgendwelche Probleme.

Ich habe schon parallel zu einem Froschfreund junge tinctorius übernommen - seine Tiere sind gewachsen wie nix, schön gross und gesund. Die Tiere die ich hatte sind nicht richtig gewachsen und wurden krum, starben dann nach einer Weile.

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir dann, obschon ich schon mehrere Dutzend tinctorius aduld ohne Probleme gezogen habe, das irgendwas bei mir nicht gepasst hat und ich kann dann nicht hingehen und auf den "scheiss Züchter" schimpfen.

Aber hier ist es wie im Berufsleben - Fehler machen grundsätzlich immer die Anderen...

Was mir in den Jahren immer wieder aufgefallen ist, das es gerade in den ersten Tagen nach Umzug zu dem ein oder andren Ausfall kommt. Laut TA ist das eine grosse Herausforderung für das Imunsystem der Tiere wenn sie in ein neues Umfeld kommen - davorgeschaltet gerne mal Stress von Tagen in der Dose oder man sieht immer wieder unsachgemässes handling mit den Tieren - da wird mal ohne Wärmeverpackung das Tier in der Gegend rumgetragen.
Wenn dann ein totes Tier dann nicht entdeckt wird, das dann der komplette Bestand im Becken einem Keiminferno unterliegt dürfte klar sein.

Grüsse
Dirk


Man möge es kaum glauben, aber selbst zum vorausschauenden Fahren ist der Blick durch den Rückspiegel oftmals hilfreich
10.09.2010 12:31
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Susi
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Beitrag: #20
RE: Chytrid... bei Neuanfang nach Jahren

Hey rind,

danke für den Link - kannte ich zwar schon, aber ich habe es mir grad alles nochmal durchgelesen - ist gut, sich das alles wieder in Erinnerung zu rufen.

Und - du hast recht - geändert hat sich seitdem wenig.

Eigentlich ein Thema, dass doch irgendwie alle und jeden betrifft, und trotzdem schreiben so wenig - wie gehabt ...

Mich würd ja bloss mal interessieren, wieviele Prozent der auf Börsen verkauften Tiere die ersten 3 Monate überleben - erfahren werde ich es wohl nie.

Was mich immer am meisten stutzig werden lässt, ist - wie vorher schon geschrieben - die Tatsache, dass zb. ein Züchter 20 Tiere an 5 Leute verkauft - alle aus dem selben Gelege, Aufzuchtsterrarium oder wie auch immer. Bei 4 von diesen 5 Käufern überleben die Tiere, bei einem bricht der Chytrid aus - sind es wirklich nur die unterschiedlichen Haltungsbedingungen?, eine andere Art von Streß?, oder ist es vlelleicht nur eine Kleinigkeit, die wir alle übersehen??? Eigentlich kommen doch die meisten neuen Tiere erst mal in ein Quarantänebecken - also fällt die neue Keim-/Bakterienbelastung doch erstmal weg? Andere Streßbelastung? Warum überleben dann Tiere, die 3 oder mehr Tage unterwegs sind, während andere nicht mal 2 Autostunden überleben?

Genau wie Knabber sagt, irgendwo sind ja die Tiere auch großgeworden - die Tiere sehen beim Verkauf top aus - und nach dem Umsetzen geht kurze Zeit später der Verfall los. Irgendwo dazwischen muss doch was passiert sein.
Ich glaube auch, dass der Verkäufer nur in den allerwenigsten Fällen für einen Ausbruch verantwortlich ist.

Würde es evtl. was bringen, ein paar Euros mehr hinzulegen und eine Gruppe Jungtiere MITSAMT dem Aufzuchtsterrarium zu erwerben?

Wie auch immer, ich werde künftig alle Neuzugänge weiterhin auf höhere Temperaturen fahren - und hoffen, das ich weiterhin vom Supergau verschont bleibe.

Die Arbeit von Albert ist übrigens richtig gut - die Werte nach dem Beregnen hinterlassen bei mir ein ziemlich mulmiges Gefühl - und geben mir ordentlich Stoff zum Nachdenken.

Ich will jetzt kurz mal etwas boshaft sein und erlaube mir, aus Rinds altem Beitrag einen Satz zu zitieren - ich finde, er passt grad so schön ...

“””Aber morgen ist ja Hamm man kann seinen Froschbestand ja wieder auffuellen und Ausfaelle gehoehren zum Handwerk und Marktheidenfeld steht ja auch vor der Tuer ..!”””


LG

Susi

10.09.2010 13:14
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