Hallo ichbins1992,
Das natürliche Tageslicht besteht wie Du weißt optisch aus dem " gelben Sonnenlicht " und aus der sogenannten Hintergrundstrahlung. ( blauer Himmel )
Im Sommer bei blauem Himmel hat das Tageslicht mittags in den Tropen eine Farbtemperatur von ca. 10.000 Kelvin, eine Lichtleistung von ca. 100.000 Lux und eine Energieeinstrahlung von ca. 1100 Watt m/2.
Nach einem starken Gewitterregen benötigt die Sonne in der Natur nur ca. 20 Minuten um das zuvor völlig durchnässte Bodenlaub wieder vollständig abzutrocknen. Dabei entsteht auch die in den Tropen sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Mein Hauptbrenner 150 Watt ( HQI ) hat ähnlich wie die Sonne ca. 5000-6000 Kelvin. Um das Licht möglichst realistisch nachzubauen , mische ich die Lichtfarben einzelner Beleuchtungssysteme und die anderen Strahlungsparameter dahingehend ab. In diesem Fall benutze ich dazu neben dem 150 Watt HQI Strahler eine T5-Marin ( 24 Watt 20.000 Kelvin ) , außerdem 2 T8 UV-Röhren a 30 Watt, 3x50 Watt Hallogen-Niedervolt als Wärmespots und 1x500 Watt Hochvolt gedimmt zur Infrarot A Ausschüttung in der Hauptbeleuchtungsphase nach dem simulierten Gewitterregen.
Ich erreiche damit in etwa die gleiche Laubtrocknung wie in der Natur ( ca. 25-30 Minuten ) und eine annähernd gleiche Energieeinstrahlung ( ca. 900 Watt m/2 ) und eine Farbtemperatur von ca. 10.000 Kelvin .
Durch diese Kombination von Leuchtmitteln entspricht meine Terrarienbeleuchtung weitgehend der Leistung des natürlichen Sonnenlichtes.
Durch die Dimmung der Computer kommt es jedoch durch die verschiedenartigen Leuchtmitteln speziell während des künstlichen Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs zu fehlerhaften Peaks in der Abmischung. Dadurch wirkt bei mir ein Sonenuntergang nicht rot sondern eher blau bzw. lila.
Nach dem Mondaufgang korrigiert sich der Farbfehler jedoch wieder.
Ich habe die Beleuchtung und Computersteuerung damals selbst entwickelt und zusammengelötet. Ich habe für das Problem bisher leider noch keine vernünftige Lösung gefunden.
Gruss Frank
Hallo Kaba,
freut mich das es Dir gefällt !
Nachdem ich damals den " Pilz " hatte und dadurch dann schließlich sämtliche Frösche verloren habe, mußte ich mir Gedanken darüber machen, wie es weiter gehen soll. Habe dann erst einmal aufgegeben und einige Jahre später nochmal von vorn angefangen.
Dazu habe ich dann alles was ich über die Froschhaltung gelesen und gehört habe, erst einmal ganz schnell vergessen. Dachte mir, das muss auch irgendwie anders gehen.
Danach habe ich mich gefragt wie die Frösche wohl in den Tropen leben ?
Das Ausgangswasser aus der Leitung ist schon mal völlig anders wie in den Tropen, daher benutze ich eine Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Mischbettfilter weil sonst die Kieselsäure nicht raus geht.
Dann habe ich angefangen Graphiken über Sonneneinstrahlung, Temperaturkurven und Daten von Niederschlagsmengen in den Tropen zu sammeln.
In den folgenden 2 Jahren habe ich viel mit Elektronik und Schaltungen experimentiert und schließlich ist dann das Terrarium entstanden. Bisher läuft alles völlig störungsfrei, was mich zugegeben selbst etwas wundert, tausche nur jählich die Brenner aus und zerlege die Pumpmotörchen um sie zu reinigen.
Das Ding ist nun auch schon einige male nachgebaut worden. Es ist nur ziemlich teuer im Unterhalt, da es eine Menge Strom braucht !
Es gibt sicher weniger komplizierte und vor allem preiswertere Alternativen die auch ihren Dienst tun.
Gruss Frank