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Bestäuben von Erbsenblattläusen
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sahona
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Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo
ich würde gerne wissen wie gut die handelsüblichen Vitamin-Mineralstoffpulver (z.B. Herpetal Amphib) an Erbsenblattläusen haften. Bleibt an den Läusen überhaupt was hängen, wenn ja viel (so wie bei Grillen) oder relativ wenig (so wie bei Ofenfischchen)? Danke für Eure Hilfe.
Gruß
Sebastian
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| 05.03.2010 01:22 |
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B. aus L.
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo Sebastian,
die Läuse lassen sich sehr gut bestäuben, das Pulver haftet in etwa so gut, wie bei Drosos (Grillen und Ofenfische habe ich noch nicht bestäubt). Der Vorteil bei den Läusen ist, sie neigen nicht dazu, sich das Pulver vom Körper zu putzen, wie das die Drosos gerne machen, so bleibt es länger dran haften.
Viele Grüße
Bernd
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| 05.03.2010 12:18 |
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jens
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
das pulver haftet an läusen wirklich besser als an drosos. das liegt wahrscheinlich am "honigtau", pflanzensaft, den die tiere ausscheiden. wer im frühsommer unter einem von läusen befallenen baum parkt, weiß wie sehr das zeug auf der windschutzscheibe klebt...
jens
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| 05.03.2010 12:50 |
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sahona
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo Bernd & Jens
danke für Eure Info! Das geht ja ruckzuck hier, ich bin begeistert :-)
Mich würde noch interessieren, welche Präparate ihr benutzt?
schönen Gruß
Sebastian
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| 05.03.2010 13:29 |
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B. aus L.
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo Sebastian,
ich beziehe mein Pulver von Harald Divossen.
Es ist eine Vitamin-Aminosäuremischung, die auf der Rezeptur von Holger Birkhahn basiert.
Gruß
Bernd
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| 05.03.2010 16:35 |
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ascsoft
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| 05.03.2010 19:45 |
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Rindviech
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Die Frage ist, ob man überhaupt so viel bestäuben muss.
Die Notwendigkeit zum Bestäuben resultiert immer aus einer Mangelernährung - werden hochwertige Futtertiere verwendet (Wiesenplankton), dann kann man sich das Bestäuben schenken.
Bisher gibt es 2 "Arbeiten" die sich mit der Ernährung unserer Frösche beschäftigen:
Die erste ist von Holger Birkahan und beschäftigt sich alleine mit Aminosäueren und das auch nur bei Fruchtfliegendiät, durch das Amivit A werden eben Defizite in der AS Versorgung ausgeglichen - die restliche zusammensetzung sind Schätzwerte.
Die 2. ist von Dieter Bretz und beschäftigt sich mit Fettsäueren (und da nützt Pulver gar nix). Der Vergleich wurde mit Wiesenplankton und ebenfalls Fruchtfliegen geführt.
Jedenfalls wurden bei beiden Defizite zwischen gezüchteten FF und Wiesenplankton festgestellt:
1. Ein Mangel an Aminosäueren
2. Ein Mangel and Omega 3 FS und ein Überversorgung an gesättigten FS
Beides dürfte Auswirkungenen auf die Reproduktionsfähigkeit und die Vitalität der Tiere haben.
Bei neueren Futtertieren tappen wir im dunkeln - ich nehme an, dass z.B. bei SS der Kalziumgehalt sehr niedrig sein dürfte (Erfahung mit rachitischen NZ - Trotz UVB-Bestrahlung - bei Drosos ist dieses Problem bei mir noch nie aufgetreten - Rachitis wurde tierärztlich bestätigt).
Ich nehme ebenfalls an, dass bei Blattläusen der Gehalt an Omega 3 FS wesentlich höher sein dürfte als bei Drosos - eben durch das Saugen von Pflanzensäften.
Komment wir mal zu den Problemen die durch Pulver entstehen können:
1. Vitamin A Gehalt - Vitamit A wird bei vielen Pulvern als Konservierungsmittel (Antioxidanz) eingesetzt - wird zu hoch Dosiert - sprich ein Präparat mit zu hohem Vitamin A "gehalt" verwendet bzw zu häufig gepulvert kann es bei Reptilien (von amphibien weiss ich nix) zu Häutungsschwierigkeiten und zu Augenproblemen kommen.
2. Vitamin-D3 in den mir bekannten Pulvern ist Vitamin D3 Vorhanden auch hier kann es bei zu hoher Dosierung zu Schädigungen der inneren Organe kommen - besonders wenn man nicht so recht im Griff hat was man tut.
3. Die Pulver haben ein Verfallsdatum viele der Inhaltsstoffe zerfallen unter Licht und Sauerstoff - Pulvert man also abgelaufene Pulver kann man sich das Pulvern auch schenken.
Kommen wir zur Qualität der Pulver, auch hier gibt es deutliche Unterschiede vor einiger Zeit traten bei einigen Züchtern Porbleme mit einem "nachgemachten" Amivit A auf, dazu muss man wissen, dass viele der "alten Hasen" nach wie vor nahezu ausschliesslich Drosos füttern. Dies wird sogar in der Aktuellen Literatur beschrieben, leider ohne die Hintergrüdne aufzuschlüsseln. Also erscheint es mir sinnvoll auch auf die Qualität des Pulvers, wenn man es denn verwendet zu schauen. Hier hat imo Herpetal Amphib (ebenfalls ein Amivit A remake) die Nase durch Zertifizierung vorne.
Entscheidet man sich für ein Pulver dann nimmt man entweder das Original Amivit A zu beziehen ist dies bei Holger Birkhahn direkt oder man nimmt eben das Remake Herpetal Amphib. Von anderen Pulvern halte ich nicht viel - sorry.
Pulver schaffen imo eins - eine trügerische Sicherheit, die oft auch das Gegenteil von dem was man beabsichtigt bewirken kann. Abwechslungsreiche Ernährung mit hochwertig und abwechslungsreich ernährten Futterinsekten kann da imo wesentlich mehr. Bei der Fütterung von Wiesenplankton kann imo getrost auf Pulver verzichtet werden. In den Wintermonaten kann man durch einen ausgewogenen Speiseplan imo ebenfalls mehr erreichen. Ich für meinen Teil pulvere nur noch max 1x pro Woche und das auch mehr zur Gewissensberuhigung, als ich da einen Sinn drin sehe.
Will man die Diskussion in die richtige Richtung bringen, dann sollte man sich davon verabschieden nach Pulvern zu fragen, sondern vielmehr Ernährungspläne für die Tiere auszuarbeiten.
Ergo welche Futtertieren werden wie oft gefüttert und wie werden die Futtertiere selbst ernährt.
http://www.frogtalk.de
Gespräche über Pfeilgiftfrösche
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Ich weiss nix!
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| 05.03.2010 19:49 |
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B. aus L.
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo Rindviech,
im Grunde genommen ist die Verfütterung von Wiesenplankton ja auch schon Käse. Eigentlich sollte man da besser Waldplankton, und im optimalen Fall zentral- oder südamerikanisches Regenwaldplankton verfüttern .
Wer von all den mit Sicherheit hochwertigsten Futtersorten zumindest eine täglich seinen Tieren anbieten kann, der ist da ganz klar im Vorteil und kann sich das mit dem Pulver schenken, da gebe ich dir recht.
Wer aber nicht in der glücklichen Lage ist, der tut mit Sicherheit nichts unrechtes, wenn er die Futtertiere ab und zu mal mit (nicht abgelaufenem) hochwertigem Vitamin-Aminosäure-Mineralstoffpulver bestäubt, und zwar in Maßen und nicht in Massen.
Selbstverständlich würde jeder seine Frösche gerne so natürlich wie möglich füttern, aber das kann halt leider nicht jeder.
Was ich im übrigen sehr schade finde, ist, dass durch deinen Beitrag, der ja durchaus eine ernst zu nehmende Kernaussage beinhaltet, hier der Eindruck vermittelt wird, das Bestäuben von Futtertieren sei generell etwas schlechtes.
Gruß
Bernd
Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.03.2010 17:34 von B. aus L..
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| 06.03.2010 17:25 |
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dirk_u
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
Hallo,
hat sich jemand mal die Mühe gemacht die Inhaltsstoffe von Volleipulver
mit den "künstlichen" Pulvern zu vergleichen? Ich bin der Meinung daß Volleipulver dabei die Nase vorne hat...
Gruß,
Dirk
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| 06.03.2010 20:02 |
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Rindviech
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RE: Bestäuben von Erbsenblattläusen
@Dirk: was ist Volleipulver? Hast schon mal an Blütenpollen gedacht?
@Bernd
natürlich ist Bestäuben nix gutes - es ist ja nur ein "ausgleich" für eine Fehlernährung. Wir schmeissen Künstlich angerührtes Zeug in unsere Terris ohne überhaupt zu verstehen was wir da machen. Das Zeug wird dann noch gleichmässig im Terri verteilt und Treibt die Keimzahlen weiter nach oben.
Ich denke andersrum wird ein Strick draus - durch einen möglichst "ausgewogenen" Speiseplan auf Pülverchen zu verzichten.
Ich will mal etwas aus meiner Erfahrung erzählen - vielleicht um das Problem zu verdeutlichen:
Meine azureus waren sehr gierige fresser - ich hab damals bei jeder Fütterung gepudert - die azureus sehen weisse Dorso es macht schnapp schnapp und weg waren die Drosos - meine imitator sind da weniger gierig - ich hab keine Ahnung ob die überhaupt mal ne gepuderte Fliege erwischen, oder ob sich die Fliege bis dahin schon geputzt hat. Ausserdem weiss ich nicht wieviel von dem Zeug überhaupt an den Fliegen haften bleibt. Versucht man die Dorsos zu laden - wir wissen ja zwischenzeitlich, dass die Dorso einen "Kropf" hat in dem sie Nahrung speichern kann, dann meine ich, dass da mehr gutes ankommt und weniger Bakteriennährboden im Terrarium verteilt wird.
Und jetzt noch einen Einwurf zur regionalen Herkunft des Futters - da liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte
Ich denke nicht das die regionale Herkunft des Wiesenplanktons grosse unterschiede bei den Aminosäueren, Omega3-FS, Kalzium/Phosphor-Verhältnis - Vitamin D3 Gehalt darstellen dürfte. Auch dürfte der Anteil von gesättigten FS nicht wesentlich unterschiedlich sein.
Wo es allerdings unterschiede gibt
a) bei den Spurenelementen - ich glaube dass z.B. der Jodanteil in küstennahem WP höher sein dürfte als im Inlands-WP. Jod scheind wichtig für die Produktion von Thyroxin zu sein und Thyroxin scheint Auswirkungen auf die Metamorphose zu haben (vgl. Axolotel - die Viecher können kein Thyroxin auf grund von nem Gendefekt produzieren und bleiben deshalb in Larvenstadium - sprizt man Tyhroxin, dann läuft eine vollständige Metamorphose ab), jedenfalls hab ich bei der Quappenaufzucht mit Futtermischungen bei denen der Jodanteil recht hoch ist recht gute Erfahrungen gemacht.
b) bei irgendwelchem Giftzeug das für die Synthese des Hautgiftes gebraucht wird. Das ist aber scheiss kompliziert weil es eben auch regionale unterschiede bei der Zusammensetzung des Hautgiftes gibt - setzt man insektizide ein verändert sich die Zusammensetzung des Hautgiftes und es lassen sich auch auf der Hautoberfläche andere Bakterien nachweisen. Ich denke dieses Problem wird man nicht lösen können, weil einfach zu komplex - wir werden schon mit Tieren leben müssen, die eine eingeschränkte Immunabweher haben. Ich denke auch dass an der Ganzen Chytrid-/Amphibiensterben Problematik das ein entscheidenter Faktor ist.
Lange Rede kurzer Sinn - das Thema ist komplex und vermutlich können wir nicht auf Pulver zu 100% verzichten (oder vielleicht doch?) - Nur wenn wir pulvern dann sollten wir uns überlegen was wir da drauf hauen und warum wir was draufhauen.
Hier wird immer bei den Pülverchen von Vitaminen gesprochen - es sind aber keine Vitamine sondern Aminosäueren, Hormon, Vitamin und Spurenelementpräparate - wo ein zu viel auch evtl Schaden anrichten kann genauso wie ein zu wenig.
http://www.frogtalk.de
Gespräche über Pfeilgiftfrösche
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Ich weiss nix!
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| 06.03.2010 21:40 |
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