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Ameerega trivittata
dmfroggi
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Beitrag: #1
Ameerega trivittata

hallo!
kann mir wer sagen wie laut der ruf von a. trivittata im vergleich zu anderen pgf ist??
gruss


daniel-boettcher@gmx.net
13.02.2009 10:27
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WiMar
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Beitrag: #2
RE: Ameerega trivittata

Hallo,
unsere Trivittata hört man manchmal im EG, der Froschraum ist im Keller.
Gruß WiMar

13.02.2009 12:12
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dmfroggi
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Beitrag: #3
RE: Ameerega trivittata

danke!
hälst du sie von den temperaturen her mit anderen fröschen zusammen oder etwas kälter? brauchen sie ein größeres becken als tinctorius??


daniel-boettcher@gmx.net
13.02.2009 13:20
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Topse
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Beitrag: #4
RE: Ameerega trivittata

Soweit ich weiss schon.Wenn ich mich nicht irre, braucht man zur erfolgreichen Zucht einen entsprechenden Wasserteil im Terrarium, da dort die Eiablage statt findet.
Sie brauchen es auch kühler.

Sollte ich Mist erzählen berichtigt mich bitte(Trivittata-Halter)
Oder ist das gar nur bei den bassleri so?

hm,...


Ich bin lieb, nett und total verrückt!
Zusätzlich möchte ich Niemandem etwas Böses Wink
13.02.2009 15:32
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Dendro-MM
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Beitrag: #5
RE: Ameerega trivittata

Guten Abend,

dann äußere ich mich auch mal zu meinen Erfahrungen in Haltung und Zucht von Ameerega trivittata "Surinam rot".
Da ich oft Fragen zu dieser Art gestellt bekomme, habe ich einen kleinen Zuchtbericht verfasst.

Als kleinen Vorgeschmack auf unsere neue Website (welche hoffentlich in einigen Monaten fertig gestellt ist), hier der Zuchtbericht.
Bebildert und mit einigen Zusatzinformationen wird dieser dann auf der Website zu finden sein.

Haltungbericht

Allgemeine Daten:

Lateinischer Name
Ameerega trivttata

Deutscher Name
Grüner Riesengiftfrosch

Größe und Geschlechtsunterschiede
Männchen erreichen eine Größe von 3,5 - 4 cm und sind damit bedeutend kleiner als die Weibchen, welche in Ausnahmefällen eine Kopf-Rumpf-Länge von 5,5 - 6 cm erreichen können. Dabei sind sie noch bedeutend fülliger, was die Geschlechtsbestimmung adulter Tiere zu einem Kinderspiel werden lässt.

Geschlechtsreife
Die Geschlechtsreife setzt, bei opimal gehälterten und gefütterten Tieren, mitunter bereits nach einem Jahr ein.
Voll befruchtete Gelege sind in der Regel jedoch erst bei minimal 2-jährigen Tieren zu erwarten.

Ruf
Der laute, weit hörbare Ruf besteht aus einer langen Abfolge von melodischen Einzelpfiffen und kann 30-40 Sekunden anhalten.


Ameerega trivittata in der Natur:

Leider hatte ich selbst noch nicht die Gelegenheit eine Reise in die Ursprungshabitate unserer Pfleglinge zu unternehmen.
Dennoch möchte ich kurz darüber berichten, was ich durch Literatur und Bekannte über die Lebensweise und die Gegebenheiten des Biotops von A.trivittata in der Natur, in Erfahrung bringen konnte.
Die Verbreitung erstreckt sich über Surinam, Französisch Guyana, Peru, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Brasilien. Die Tiere haben also -verglichen mit den meisten anderen Arten der Familie Dendrobatidae- ein sehr großes Verbreitungsgebiet.
Da es hier um die Lokalvariante "Surinam rot" geht, werde ich auch ausschließlich diese behandeln.
Die Variante hat ihr Vorkommen im Nationalpark Brownsberg, District Brokopondo, Surinam.
Hier leben die Tiere im Primärwald mit einer hohen Laubschicht unter Brettwurzeln etc., großblättrige Pflanzen dienen nachts als Schlafplätze und schützen die Tiere vor Fressfeinden. Meist leben die Tiere in unmittelbarer Nähe zu Bachläufen.
In der Regenzeit ist von allen Ecken das Rufen der Männchen zu vernehmen, was darauf schließen lässt, dass mehrere Männchen für eine erfolgreiche Zucht von großer Bedeutung sind.
Eines der Hauptfuttertiere sollen Waldschaben darstellen.
Beachtet man diese Gegebenheiten ist, Ameerega trivittata ein gut haltbarer, leicht zu vermehrender Pflegling.


Haltungs- und Zuchtbericht Ameerega trivittata "Surinam rot"

Schon seit Jahren begeistern mich die großen Arten der Gattung Ameerega. Im Frühjahr 2007 war es dann soweit und ich entschied mich ein ein Pärchen Ameerega trivittata Greenback von Ruud Schouten zu erstehen. Bei Ruud angekommen fielen mir jedoch sofort die leuchtend rot gefärbten Surinam-Importe, Ameerega trivittata "Surinam rot" ins Auge. Also nahm ich ein sicher bestimmtes Paar mit nach Hause.
Die Beiden zogen in ein 90 x 70 x 70 Terrarium ein.

Hier mal kurz ein Überblick über die Strukturierung des Beckens:
Das Terrarium wurde aus Styropor modeliert und anschließend mit Torf beflockter Cerisit Dichtschlämme verkleidet.
Um den Tieren möglichst viel Besiedlungsfläche zu bieten und Laichhäuser anzubringen zu können (diese werden nur angenommen, wenn sie in einer gewissen Höhe angebracht sind), wurde darauf geachtet das Becken in mehreren Ebenen zu gestalten.
Da Ameerega trivittata ein sehr "rückzugsbedüftiger" Frosch ist, integrierte ich eine größere Höhle auf der rechten Seite der Rückwand. Diese wird ständig von den Tieren genutzt.
Bei diversen anderen Arten hatte ich schon sehr gute Zuchterfolge nach der Inbetriebnahme eine Wasserfalls oder Bachlaufes, also wurde auch hier ein langsam fließender Bachlauf eingearbeitet.
Der Boden wurde großzügig mit einer Schicht trockener Eichenblätter ausgelegt.
Bepflanzt wurde das Becken in der Hauptsache mit großblättrigen Pflanzen wie der Efeutute, Einblättern, Diffenbachien, sowie stellenweise mit Ficus pumila. Alles Pflanzen, die man problemlos im Baumarkt erstehen kann. Ein gründliches Überbrausen vor der Einbringung ins Terrarium, versteht sich von selbst.
Beleuchtet wird das Becken mit 2 T5-Leuchten.
Durch die dichte Bepflanzung ist der Boden teils eher düster, und teils mit Lichtflecken versehen. Es ist wichtig, dass sich die Frösche verschiedene Breiche aussuchen können. Auf keinen Fall darf das Becken zu hell sein.

Nachdem das Paar eingezogen war, verhielten sich die Frösche sofort sehr aktiv und es wurde ständig gerufen.
Aber auch nach Monaten wurde nicht einmal gelegt.
Gefüttert wurde in dieser Zeit hauptsächlich Wiesenplankton. Nebenher gab es Ofenfischchen.
Nach 6 Monaten zogen sich die Frösche immer mehr zurück und es war nur noch selten ein Rufen zu vernehmen.
Nach langem Austausch mit diversen Bekannten, wurde mir mein Fehler nach und nach bewusst; die Paarhaltung und damit fehlende Stimulation weiterer Männchen. In den nächsten 6 Monaten war ich ständig auf der Suche nach weiteren adulten Tieren, doch nirgendwo konnte ich fündig werden, bis mir Ruud, knapp ein Jahr nach Einzug des Paares, von einem weiteren Surinam-Import berichtete. Sofort bestellte ich 2 Paare vor.
Noch am gleichen Abend wo Ruud seinen neuen Import bekam, stand ich auf der Matte und suchte mir 2 Paare aus.
Nach dem Einzug der 4 Neuen veränderte sich das Verhalten der Tiere schlagartig. Es wurde ununterbrochen (!) gerufen und alle Tiere wären ständig präsent und extrem aktiv.
Nun wurde mir erstmal das Verhalten dieser interessanten Tiere bewusst. Während ein tinctorius behäbig hüpfend auf dem Boden nach Futter sucht, springt ein trivittata um ein Futtertier zu erbeuten mit einem Satz an die Decke des Terrariums.
3 Tage später hatte ich ein voll befruchtetes Gelege mit 43 Eiern. Die Freude war natürlich goß.
Seither habe ich jeden Monat 1 - 2 voll befruchtete Gelege (25 - 45 Eier).
Als Ablaichmöglichkeit stehen 4 Laichhäuser in verschiedenen Höhen zur Verfügung. Interessant ist, dass alle Tiere die 4 Laichhäuser als Schlafplätze nutzen. Rivalitäten kann ich weder bei den Männchen, noch bei den Weibchen übermäßig beobachten. Nur beim Füttern kommt es hin und wieder zu kleinen Auseinandersetzungen.
Stichwort Futter:
Gutes Futter ist einer der wichtigsten Grundsätze um Ameerega´s erfolgreich und ohne Missbildungen zu vermehren. In der Literatur liest man meist, dass die Tiere große Futtertiere wie Heimchen, Grillen und Ofenfischchen bevorzugen würden.
Das Lieblingsfutter meiner Tiere ist allerdings mit Abstand die Erbsenblattlaus, welche zu 90% mein Hauptfutter für Ameerega´s ausmacht. Seit meine Tiere Läuse kennen, werden Ofenfischchen und größere Grillen größtenteils verschmäht. Auch sind die Gelege seit der exzessiven Lausfütterung durchweg zu 100% befruchtet.
Im Sommer gibt es noch Wiesenplankton, welches neben den Läusen favourisiertes Futter meiner Tiere ist. Um eine optimale Versorgung mit Vitaminen sicherzustellen, gibts es alle 1-2 Wochen, eine Ladung mit Amivit A bestäubte große Drsosphila. Nebenher als Abwechslung immer wieder mal kleine Kurzflügelgrillen und Ofenfischchen.

Aufzucht:
Die Gelege entnehme ich so früh wie möglich, also sobald ich sie finde.
Gezeitigt werden sie in kleinen, dicht schließenden Plastikschalen. Jeden 2. Tag wird gelüftet und mit einer Pipette bewässert. Als Wasser nehme ich abgestandenes, temperiertes Leitungswasser.
Kurz vor dem Schlupf wird der Wasserstand auf etwa einen Zentimeter erhöht. Haben sich alle Quappen befreit, werden sie in eine 1-Liter fassende Plastikschale (Bautyp, normale Springschwanzdose), die etwa zur Hälfte voll ist und täglich gewechselt wird, überführt. Vorsichtig wird mit kleinsten Mengen Spuirulina angefüttert und bereits nach 3 Tagen sind die Quappen auf die doppelte Größe herangewachsen. Der Wasserstand kann nun um etwa ein Drittel erhöht werden. Gefüttert wird neben Spirulina ab sofort auch ENT-Dendrovit Quappenfutter. Wichtig ist es Javamoos im Behälter zum Einsatz zu bringen, denn dieses hat eine stark klärende Wirkung auf das Wasser.
Nach 2 Wochen sind die Quappen schon deutlich sehbar gewachsen und ziehen gemeinsam in einen mit Javamoss zugewuchterten Quappenpool der Größe *80 x 40 cm* um.
Hier wird das Wasser nur noch jeden 2. Tag gewechselt. Gefüttert wird bis zur Metamorpose -welche nach 6 - 8 Wochen einsetzt- täglich.
Sobald die Vorderbeine durchbrechen, werden die Landgänger in kleine, mit einem schrägen "Styropor-Ufer" ausgestattete Landgängerbecken umgesetzt. Hier können sie ganz ohne Stress allmählich vom Wasser zum Land übergehen.
Beim Landgang sehen die Frösche noch sehr zerbrechlich aus und man würde sie farblich nicht für einen trivittata halten.
Anfangs bekommen die Tiere nur Springschwänze, aber bereits eine Woche später haben die Frösche 2 deutlich sichtbare blassorange Streifen ausgebildet und gehen problemlos an Erbsenblattläuse. Zeit die Tiere in eine Aufzucht-Box umzusetzen. In einer 40 x 40 x 30 Box finden 10 - 15 gleichaltrige Tiere ausreichend Platz. Eingerichtet sind die Boxen mit einer hohen Schicht Eichenlaub.
Das Hauptfutter für die Jungen stellen Erbsenblattläuse dar. Wie bei den Adultis werden diese mit Abstand am liebsten gefressen.
Die weitere Aufzucht ist völlig unproblematisch und nach 3 Monaten sind die Tiere abgabebereit.
Im Alter von 6-18 Monaten beginnt die Umfärbung in ein tiefes rot.


Einen Wasserteil in dem Sinne, habe ich nicht im Terrarium und die Eiablage findet -wie beschrieben- in Laichhäuschen statt.
Im Winter habe ich eine Temperatur von 22 - 23 Grad tagsüber und 16 - 18 Grad in der Nacht, in Sommer wird es dagegen bis zu 30 Grad.
Peru-Varianten brauchen es ein wenig kühler als die roten Surinam-Tiere, dennoch legen die roten auch im Winter regelmäßig.

Neulich habe ich mich mit Ruud Schouten über die Artzugehörigkeit unterhalten und er meinte, dass die Surinam-Tiere eigentlich nicht zu trivittata gezählt werden könnten (anderer Ruf etc.).


Ich hoffe damit konnte ich ein wenig weiter helfen.

liebe Grüße und viel Erfolg,
Niko

15.02.2009 03:15
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